Von Tobias Kaufmann, 28.02.10, 18:19h, aktualisiert 02.03.10, 10:32h
Für zahlreiche Kölner Bürger ist diese Darstellung ein antisemitisches Machwerk, das an Zeichnungen im Nazi-Blättchen „Stürmer“ erinnert und auf die Legende zurückgreift, nach der Juden gerne andersgläubige Kinder töten, um ihr Blut zu verarbeiten. Das ist keine Israelkritik, sondern lupenreiner Antisemitismus. Auf Nachfrage haben drei Fraktionen im Kölner Stadtrat - FDP, Grüne und Linke - diese Haltung der Antragsteller geteilt.
Dennoch ist die Kölner Staatsanwaltschaft offensichtlich der Ansicht, der normale Bürger erkenne in der Karikatur lediglich Kritik am jüdischen Staat. Nicht zuletzt, weil die mittelalterliche Legende und damit der antisemitische Gehalt der Karikatur nicht bekannt sei.
Sowohl die Beurteilung als auch deren Begründung sind auf groteske Weise naiv. Sie widersprechen dem Stand der Forschung über antisemitische Stereotype. Was Israelkritik und Antisemitismus unterscheidet, ist zudem von der Europäischen Union klar definiert. Die einschlägige Literatur, die bei der Beurteilung dieser Karikatur hilft, ist öffentlich zugänglich. Auch für Staatsanwälte.
Informationen, nicht Meinungen verkaufen!
15.03.2010 | 23.24 Uhr | Neidhardt
Es ist schon bemerkenswert, wie der Journalist Kaufmann in seinen Berichten und natürlich besonders in seinen Kommentaren zum Thema "Antisemitismus"…
...Presse bleib bei deinen Leisten ..
03.03.2010 | 12.19 Uhr | Steinfels
Um Volksverhetzung nach den Strafbestimmungen zu rechtfertigen, muß der so genannte "öffentliche Friede" gestört und zu Gewalt aufgerufen sein. Nach…
Erklärung des Kölner OB zu der “Klagemauer”:
02.03.2010 | 22.54 Uhr | acjj2006
“Oberbürgermeister Jürgen Roters sagt, eine solche erkennbar provokante Darstellung sei nicht zu tolerieren. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen…
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