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Kommentar zur NRW-SPD

Stark durch des Gegners Schwäche

Von Heinz Tutt, 28.02.10, 23:49h

Nachdem der Skandal um Jürgen Rüttgers immer weitere Kreise zieht, stehen die Chancen für Hannelore Kraft, ihn nach den Landtagswahlen im Mai im Amt abzulösen, nicht schlecht. Dies ist jedoch nicht ihr Verdienst.

Hannelore Kraft
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SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft hat Chancen, Rüttgers abzulösen. Doch das wäre nicht wirklich ihr Verdienst. (Bild: dpa)
Hannelore Kraft
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SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft hat Chancen, Rüttgers abzulösen. Doch das wäre nicht wirklich ihr Verdienst. (Bild: dpa)
Die Spitzenkandidatin der nordrhein-westfälischen SPD hat erreicht, was kaum jemand für möglich gehalten hätte. Rund zwei Monate vor der Landtagswahl bietet sich Hannelore Kraft eine reale Chance, Ministerpräsident Rüttgers im Amt abzulösen. Dies verdankt sie jedoch weniger eigenen Anstrengungen, sondern der Schwäche des politischen Gegners - in Berlin und in Düsseldorf. Der demonstrative Jubel, mit dem sich die SPD auf ihrem Parteitag selbst feierte, sollte die Genossen nicht selbst täuschen.

Unklar ist, mit welchem Team Kraft antreten will. Mehr als fraglich ist auch, ob es gemeinsam mit den Grünen gelingen wird, die schwarz-gelbe Koalition abzulösen. Kraft weiß, dass die Linkspartei in NRW nicht regierungsfähig ist. Ein Dreierbündnis verbietet sich daher. Ihr bleibt die Hoffnung, dass Schwarz-Gelb sich weitere Fehler leistet und in der Wählergunst sinkt - aktiv beeinflussen kann sie dies nicht.



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