ZeitungsanzeigenAbo | Mediadaten
Schriftgröße

Vingster Markt

Der hässlichste Platz im Veedel

Von Norbert Ramme, 01.03.10, 15:10h

Die Vingster Bürger sind unzufrieden mit ihrem Marktplatz: Sein baulicher Zustand und die Sauberkeit wird von vielen bemängelt. Zahlreiche Lastkraftwagenfahrer nutzen die Fläche nachtsüber außerdem als Rastplatz.

Der Vingster Markt
Bild vergrößern
Der Vingster Marktplatz an der Rösrather Straße muss, darin sind Politiker und Bürger einig, dringend um- und neu gestaltet werden. Sein Zustand war oft Gegenstand der Kritik. (Bild: Norbert Ramme)
Der Vingster Markt
Bild verkleinern
Der Vingster Marktplatz an der Rösrather Straße muss, darin sind Politiker und Bürger einig, dringend um- und neu gestaltet werden. Sein Zustand war oft Gegenstand der Kritik. (Bild: Norbert Ramme)
KOELN-VINGST - Der Vingster Marktplatz an der Rösrather Straße muss dringend um- und neu gestaltet werden. Da sind sich Politiker und Bürger einig. Fraglich ist allerdings nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Wann“. „Es hat ja doch schon vor rund einem Jahr mit allen verantwortlichen Stellen der Verwaltung einen Ortstermin gegeben, bei dem Vorschläge gemacht und Zusagen gegeben worden. Leider ist davon nur wenig umgesetzt worden“, sagt Joachim Sledzinski, der Vorsitzende der Vingster Bürgervereinigung. Gemeinsam mit Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele hatte er zu einer Bürgerversammlung in die Pfarrkirche St. Theodor geladen.

Und zahlreiche Bürger waren gekommen, um ihren Unmut über den - so Pfarrer Franz Meurer - „wohl hässlichsten Platz im Stadtteil“ zu äußern. Während auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Arbeiten an der Neubausiedlung „Vingstveedel“ schon auf der Zielgeraden angekommen sind, herrschen am Markt noch Verwahrlosung und Tristesse. Vor allem nach den Markttagen (dienstags und freitags) klagen die Bürger über eine zunehmende Verschmutzung des Geländes. „Die Abfallwirtschaftsbetriebe reinigen zwar, aber das reicht nicht aus“, sagt Sledzinski. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer von Hövi-Land, die immer wieder den Müll einsammeln und das Veedel verschönern, wäre unser Stadtteil schon längst weiter abgesackt.“

Das weiß auch Kalks Bürgeramtsleiter Norbert Becker: „Denen haben wir viel zu verdanken. So haben die Hövi-Mitarbeiter das demolierte Geländer repariert und neu gestrichen. Wenn wir in allen Ortsteilen solch ein ehrenamtliches Engagement hätten, wäre vieles besser. Als Stadtverwaltung haben wir ja die Order, drastisch zu sparen. Daher werden wir wohl kaum einen wunderschönen Marktplatz herrichten können.“

Die meisten Vingster wären schon mit der Verbesserung des Ist-Standes zufrieden. Neben den Müllbergen wurde besonders über die Lkw geklagt, die nachts auf dem Platz abgestellt werden. Zahlreiche 38-Tonner weichen hierhin aus, weil die Rastplätze auf den umliegenden Autobahnen oft überfüllt sind. Da es weder Toiletten noch ausreichend Abfalleimer gebe, wandere alles in die umliegenden Büsche und Grünanlagen, ist immer wieder zu hören. Die schon vor einem Jahr versprochenen Verkehrsschilder, die die Zufahrt für Lastwagen verbieten sollen, wurden nochmals angemahnt. Becker: „Dann könnten wir an die Lkw-Fahrer auch Knöllchen verteilen.“ Bezirksbürgermeister Thiele: „Eine Schranke an der Einfahrt vom Vingster Ring aus wäre sinnvoll. Die kann ja an den Markttagen geöffnet werden.“ Dazu schlug Tommy Grusch vom Vingster Bürgerzentrum vor, dass für derartigen Schwerlastverkehr ein gesamtstätisches Konzept erstellt werden sollte. Schließlich - so wusste auch Thiele - werden solche Lkw nachts auch am Höhenberger Ring geparkt, vor dem früheren Kalker Bahnhof und rund um die Abenteuerhalle.

Gelobt wurde von den Bürgern das Engagement der Wohnungsbaugesellschaft GAG, die ihre Flächen „in Ordnung hält“. GAG-Vorstand Kathrin Möller signalisierte zudem, dass man sich „mit Ideen und Geld“ an der Neugestaltung des Marktplatzes beteiligen wolle, auch wenn das Areal der Stadt gehöre. Rechtlich sei eine Umgestaltung jedenfalls unproblematisch, so Marie-Luise Müller vom Stadtplanungsamt. „Der bestehende Bebauungsplan lässt das zu. Da muss gar nichts geändert werden.“



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Umfrage

Protestieren Sie gegen ACTA?
Bundesweit sind Proteste gegen das internationale Handelsabkommen ACTA geplant. Es sieht unter anderem vor, Urheberrechtsverletzungen strenger zu ahnden. Kritiker befürchten Zensur und Überwachung vor allem im Internet. Beteiligen Sie sich am Protest?

Anzeige





Bildergalerien


RHEINLAND WETTER



Special


ksta-blogs.de



Blog zur ksta.tv-Sendung



Aktion


Aktion





Aktuelle Verkehrsinfos


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Meistgelesene Artikel


Stadtmenschen Community


Extra


Die 5 beliebtesten Pausenspiele

Mahjongg Fortuna
Zuma
Zuma »
1507 Spieler
Bookworm
Bookworm »
1263 Spieler
Bubble Shooter
Bubble Shooter »
1034 Spieler
Bejeweled 2
Bejeweled 2 »
956 Spieler

Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste