Von Norbert Ramme, 01.03.10, 15:10h
Und zahlreiche Bürger waren gekommen, um ihren Unmut über den - so Pfarrer Franz Meurer - „wohl hässlichsten Platz im Stadtteil“ zu äußern. Während auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Arbeiten an der Neubausiedlung „Vingstveedel“ schon auf der Zielgeraden angekommen sind, herrschen am Markt noch Verwahrlosung und Tristesse. Vor allem nach den Markttagen (dienstags und freitags) klagen die Bürger über eine zunehmende Verschmutzung des Geländes. „Die Abfallwirtschaftsbetriebe reinigen zwar, aber das reicht nicht aus“, sagt Sledzinski. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer von Hövi-Land, die immer wieder den Müll einsammeln und das Veedel verschönern, wäre unser Stadtteil schon längst weiter abgesackt.“
Das weiß auch Kalks Bürgeramtsleiter Norbert Becker: „Denen haben wir viel zu verdanken. So haben die Hövi-Mitarbeiter das demolierte Geländer repariert und neu gestrichen. Wenn wir in allen Ortsteilen solch ein ehrenamtliches Engagement hätten, wäre vieles besser. Als Stadtverwaltung haben wir ja die Order, drastisch zu sparen. Daher werden wir wohl kaum einen wunderschönen Marktplatz herrichten können.“
Die meisten Vingster wären schon mit der Verbesserung des Ist-Standes zufrieden. Neben den Müllbergen wurde besonders über die Lkw geklagt, die nachts auf dem Platz abgestellt werden. Zahlreiche 38-Tonner weichen hierhin aus, weil die Rastplätze auf den umliegenden Autobahnen oft überfüllt sind. Da es weder Toiletten noch ausreichend Abfalleimer gebe, wandere alles in die umliegenden Büsche und Grünanlagen, ist immer wieder zu hören. Die schon vor einem Jahr versprochenen Verkehrsschilder, die die Zufahrt für Lastwagen verbieten sollen, wurden nochmals angemahnt. Becker: „Dann könnten wir an die Lkw-Fahrer auch Knöllchen verteilen.“ Bezirksbürgermeister Thiele: „Eine Schranke an der Einfahrt vom Vingster Ring aus wäre sinnvoll. Die kann ja an den Markttagen geöffnet werden.“ Dazu schlug Tommy Grusch vom Vingster Bürgerzentrum vor, dass für derartigen Schwerlastverkehr ein gesamtstätisches Konzept erstellt werden sollte. Schließlich - so wusste auch Thiele - werden solche Lkw nachts auch am Höhenberger Ring geparkt, vor dem früheren Kalker Bahnhof und rund um die Abenteuerhalle.
Gelobt wurde von den Bürgern das Engagement der Wohnungsbaugesellschaft GAG, die ihre Flächen „in Ordnung hält“. GAG-Vorstand Kathrin Möller signalisierte zudem, dass man sich „mit Ideen und Geld“ an der Neugestaltung des Marktplatzes beteiligen wolle, auch wenn das Areal der Stadt gehöre. Rechtlich sei eine Umgestaltung jedenfalls unproblematisch, so Marie-Luise Müller vom Stadtplanungsamt. „Der bestehende Bebauungsplan lässt das zu. Da muss gar nichts geändert werden.“
Es kann nur besser werden
02.03.2010 | 19.52 Uhr | Imi-Vingster
Erst einmal kurz zum Fehler im Artikel: Sie meinen den Vingster Marktplatz an der Ostheimer Straße (gegenüber dem neuen Vingstveedel). ;o)
Nun zum…
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