Von Jürgen Kisters, 01.03.10, 12:23h
All das dokumentiert die Ausstellung „Mülheim entdeckt seine NS-Geschichte“ im Kulturbunker Mülheim. Sie ist das Ergebnis eines umfangreichen Projektes des Lokalen Aktionsbündnisses Köln. Der im NS-Dokumentationszentrum Köln angesiedelte Begleitausschuss koordiniert zusammen mit der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit die Fördermittel aus dem Bundesfamilienministerium-Förderprogramm „Vielfalt tut gut“ zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. In diesem Rahmen widmeten sich im vergangenen halben Jahr zahlreiche Schulen und Initiativen der Erforschung der Jahre 1933 bis 1945 im Bezirk Mülheim. Beteiligt waren Schüler der dritten und vierten Klasse der Grundschule Mülheimer Freiheit, ein Musikkursus der Hauptschule Rendsburger Platz, das Bürgerzentrum Mütze, die Türkisch-Islamische Union Ditib, die sechste Klasse und der Leistungskursus Erdkunde der Willy-Brandt-Gesamtschule Höhenhaus, der Geschichtswerkstatt Mülheim und der Don Bosco Club in Zusammenarbeit mit der Schule Tiefentalstraße.
Quellenstudium, Zeitzeugenbefragungen und Ortsbesichtigungen erweisen sich in allen acht Teilprojekten als Grundlage in der Beschäftigung mit Geschichte. Eine zentrale Stellung in der Ausstellung nehmen die Fotos und Schriftdokumente ein, die in den vergangenen Jahren mit Beharrlichkeit von der Geschichtswerkstatt Mülheim zusammengetragen wurden. Schwerpunkte sind der Widerstand der Arbeiter gegen den Nationalsozialismus in den Industriebetrieben Mülheims und das jüdische Leben in Mülheim, dessen Jahrhunderte dauernde Tradition innerhalb weniger Jahre völlig zerstört wurde. Die Schau im Hochbunker an der Berliner Straße ist nicht erste zur nationalsozialistischen Vergangenheit Mülheims. Keineswegs geht es darin um neue Erkenntnisse. Die Entdeckung, um die es geht, ist die Einsicht, dass das Wissen um die Vergangenheit nicht automatisch da ist.
Kulturbunker Mülheim, Berliner Straße 20, Di 11-18 Uhr, bis 2. März
DITIB???? Lächerlich!!!!!
12.03.2010 | 01.01 Uhr | Majoho
Was da von der DITIB gezeigt wurde war nicht einen Cent wert!!! Keine Aufarbeitung der Nazizeit, es wurde eine Gemeinsamkeit mit den Juden…
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