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Schauspielhaus

Bürger nehmen die erste Hürde

Von Peter Berger, 01.03.10, 20:28h, aktualisiert 05.03.10, 22:09h

Die Initiatioren, die ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Schauspielhauses anstreben, haben nach eigenen Angaben 31.000 Unterschriften gesammelt - 8000 mehr als nötig. Am Dienstagnachmittag sollen die Unterschriften an OB Roters übergeben werden.

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Das Kölner Architektur-Büro JSWD und sein Pariser Partner-Büro Chaix & Morell stellen sich die Zukunft am Offenbachplatz so vor. (Bild: Worring)
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Das Kölner Architektur-Büro JSWD und sein Pariser Partner-Büro Chaix & Morell stellen sich die Zukunft am Offenbachplatz so vor. (Bild: Worring)
KÖLN - Die Initiative „Mut zu Kultur“, hinter der das Bürgerbegehren zum Erhalt des Schauspielhauses steht, hat nach eigenen Angaben 31.000 Unterschriften gesammelt. Die Listen sollen an diesem Dienstag Oberbürgermeister Jürgen Roters und Stadtdirektor Guido Kahlen übergeben werden, rund zwei Wochen vor Ablauf der Frist. 23.146 Stimmen, das sind drei Prozent der Wahlberechtigten, sind nötig, um einen Bürgerentscheid auf den Weg zu bringen.

„Wir werden weiter Unterschriften sammeln, um der Stadt zu zeigen, dass es sich um eine breite Bewegung handelt, die sich für die Sanierung des Schauspielhauses einsetzt“, sagte Jörg Jung, Sprecher der Initiative. Die Hoffnung der Initiatoren, den Bürgerentscheid zusammen mit der Landtagswahl am 9. Mai durchzuführen, wird sich dagegen nicht erfüllen. Sollte der Stadtrat für einen Bürgerentscheid stimmen, müsse wegen der vielen formalen Schritte mit einer Vorbereitungszeit von zwei Monaten gerechnet werden, sagte Kölns Stadtdirektor am Montag. Eine solche Entscheidung könne frühestens in einer Sondersitzung fallen, für die man derzeit den 13. April vorgesehen habe. Das Ansinnen der Initiatoren des Bürgerbegehrens, der Stadtrat könne bereits in der kommenden Sitzung am 23. März entscheiden, sei unrealistisch. „Die Politiker müssen auch die Gelegenheit haben, ihre Entscheidung für den Neubau möglicherweise noch zu ändern“, sagte Kahlen. Schließlich sei sie im Dezember 2009 mit einer denkbar knappen Mehrheit von 35 Stimmen gefallen. Damals hatte es 31 Gegenstimmen bei 25 Enthaltungen gegeben.

Die Initiative „Mut zu Kultur“ will den Bürgerentscheid parallel zur Landtagswahl durchführen, um Kosten zu sparen. Genau das ist in der Satzung der Stadt Köln für Bürgerbegehren vorgesehen. Um den Neubau zu verhindern, müssten 155.000 stimmberechtigte Kölner für eine Sanierung votieren.



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