Von Johannes Schmitz, 01.03.10, 19:27h, aktualisiert 06.05.10, 07:31h
Dass nächtlicher Fluglärm den Blutdruck nach oben treiben kann, hält Greiser für erwiesen. Andere Untersuchungen hätten dies bereits herausgearbeitet und auch seine eigene Studie, in der er die Arzneimittelverordnungen bei mehr als einer Million Menschen rund um den Flugplatz Köln-Bonn untersuchte, hatte diesen Schluss bereits nahe gelegt. In seiner nun veröffentlichten Arbeit, einer so genannten Fall-Kontroll-Studie, hat Greiser die Daten derselben Menschen verwendet, die in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis leben. Die Daten stammen von acht gesetzlichen Krankenkassen.
Risikofaktor Alter
Neben dem Fluglärm hat Greiser viele andere mögliche Faktoren für die Erkrankungen mit einbezogen, etwa den Lärm von Autos und Zügen, die soziale Struktur der Wohngegenden und die Frage, ob die Betroffenen sich für ihre Schlafzimmer Lärmschutzfenster vom Flughafen bezahlen lassen können. Eine weitere Kategorie war das Alter: Greisers Berechnungen beziehen sich auf Menschen ab dem 40. Lebensjahr.
Der emeritierte Professor weist darauf hin, dass mit seinen bisherigen Studien im Umfeld des Köln-Bonner Flughafens noch nicht erwiesen sei, inwieweit seine Ergebnisse auf die Anwohner anderer Flughäfen übertragbar seien. Andere Flughäfen hätten andere Flugpläne und eine andere Lärmumgebung. Wer es genau wissen wolle, müsse für den jeweiligen Airport ein eigenes Gutachten anfertigen lassen. Greiser rechnet damit, dass die Ergebnisse vergleichbar sein werden.
Jochen Flasbarth, Präsident des UBA, meint zu der nun vorliegenden Studie: „Die Ergebnisse zeigen, dass wir mehr tun müssen, um Bürger vor Lärm zu schützen.“ Auch Schallschutzfenster in den Schlafzimmern können laut UBA nicht vollständig verhindern, dass der nächtliche Fluglärm die Gesundheit schädigt. Der Flughafen Köln-Bonn hat die meisten Nachtflüge in ganz Europa.
Unsinn
02.03.2010 | 16.37 Uhr | Scharme
So ein Unsinn. Wenn ich das gejammer über den Nachtflug hier lese. Ich habe 10 Jahre im direkten Einflußkorridor der Querwindbahn gelebt. Natürlich…
@micha
02.03.2010 | 13.52 Uhr | RainerHohn
Ich lebe in der Einflugschneise. Das ändert nichts daran, daß es keine Meldung ist, daß Fluglärm krank macht. Wer das ernsthaft in Zweifel zieht,…
Landesregierung gefährdet Gesundheit in NRW
02.03.2010 | 11.21 Uhr | RRRHHH
Man kann also feststellen:
Die Landesregierung verhindert nicht den Lärm in Köln-Bonn, obwohl sie das könnte und seit langem von der Problematik…
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