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Kommentar zur CSU

Weiter so

Von Thomas Kröter, 02.03.10, 21:13h, aktualisiert 02.03.10, 23:19h

Innerhalb der CSU rumort es. Beim Streit um die Kopfpauschale zerfleischen sich die Christsozialen gegenseitig. Der Knatsch zeigt anschaulich, dass sich die einstige bajuwarische Fast-Staatspartei in einem Zerfallsprozess befindet.

Markus Söder
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Markus Söder. (Bild: dpa)
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Markus Söder. (Bild: dpa)
Krach zwischen der CSU, Abteilung München, und der CSU, Abteilung Berlin (früher Bonn), hat es immer gegeben, behauptet Ex-Finanzminister Theo Waigel. Stimmt. Aber ist er je so öffentlich und nicht nur hinten rum ausgetragen worden? Vor allem: Wann hat je ein CSU-Landgruppenvorsitzender einen Bundesminister der FDP gegen die weißblauen Parteifreunde in Schutz genommen?

Hans-Peter Friedrich und Philipp Rößler in Berlin Arm in Arm gegen Markus Söder und Horst Seehofer in Bayern - derlei Paarung ist neu. Sie sagte etwas über den Zer- und Verfallsprozess der einstigen bajuwarischen (Fast-)Staatspartei. Sie sagt aber vor allem etwas über den Frust in der Berliner Regierungskoalition über die eigene Unzulänglichkeit. Streitet nicht, macht's was, hören nicht nur die Abgeordneten aus dem Süden in ihren Wahlkreisen. Aber wie sollen sie den liberalen Streithansel Guido Westerwelle in die Schranken weisen, wenn die eignen Leute noch größere Krawallbrüder sind?

So ist der CSU-Streit ein gutes Zeichen. In der Koalition wächst der Wille zur gemeinsamen Sacharbeit. Weiter so! Sie ist längst überfällig.



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