Von Norbert Ramme, 03.03.10, 13:29h
Mit einem Bürgerantrag hatten zahlreiche Anwohner die Fällungen kritisiert und „angemessene und zeitnahe Ersatzpflanzungen“ gefordert. „Die Baumreihe hatte das Stadtbild belebt und zudem für einen Lärmschutz der Häuser an der Josef-Gockeln-Straße und somit für eine angenehmere Atmosphäre gesorgt“, sagt Anwohnerin Marion Schlegel. Einstimmig begrüßten die Bezirksvertreter die Initiative der Bürger als „nachvollziehbar“. Allerdings zeigten die Stadtteilpolitiker auch Verständnis für die Fäll-Aktion der Verwaltung. Schließlich sei es in der Vergangenheit durch die Bäume häufig zu Beschädigungen und Verschmutzungen des dortigen Fuß-und Radweges gekommen.
Daher forderten die Bezirksvertreter die Stadtverwaltung auf, die neuen Bäume in einem deutlich größeren Abstand zu den bestehenden Rad- und Fußwegen, zur Fahrbahn sowie zu der benachbarten Bebauung zu pflanzen. Im Bereich der Einmündungen des Rather-Kirchweges mit der Hans-Schulten-Straße und Dattenfelder Straße sowie mit dem Neubrücker Ring solle auf Ersatzpflanzungen verzichtet werden, da dort zukünftig Kreisverkehr angelegt werden sollen.
Auch in direkter Nachbarschaft der Querungshilfe über die Hans-Schulten-Straße im rückwärtigen Teil der Häuser an der Briandstraße sollten keine neuen Bäume gepflanzt werden. Um die Situation an der Josef-Gockeln-Straße zu verbessen, soll die Verwaltung prüfen, ob die an den Wendehammer angrenzende Fläche entsiegelt und begrünt werden kann. Den größten Teil der Bäume wünschen sich die Bezirksvertreter auf dem Areal der „Hundewiese“ zur Autobahnabfahrt hin. Somit konnte die illegale Nutzung dieser Grünfläche durch „Camper“ weiter reduziert werden.
Die Ersatzpflanzungen hatten sich bislang verzögert, da sich der gesamte Grünbereich auf dem Gelände des einstigen, von den Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg genutzten Militärflughafens Köln-Ostheim befindet. „Das Gebiet war ein ehemaliges Flugfeld mit Landebahn“, hieß es. Daher müssen noch Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes abgewartet werden. Verwaltungschef Becker: „Die Auswertungen liegen leider bislang noch nicht vor.“
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