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Kunst aufräumen

Ordnung in Klees Quadraten

Erstellt 05.03.10, 16:31h

Ursus Wehrli ist ein ordnungsliebender Mensch. Besonders in der Kunst räumt er gern auf - was Miró, Klee, Matisse oder Picasso verschachtelt und verschoben haben, arrangiert der Kabarettist streng neu - zum großen Vergnügen des Publikums im Museum Ludwig.

Ursus Wehrli
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Ursus Wehrli räumte wieder Kunst auf - diesmal live im Museum Ludwig. (Bild: Schwarz)
Ursus Wehrli
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Ursus Wehrli räumte wieder Kunst auf - diesmal live im Museum Ludwig. (Bild: Schwarz)
Köln - Paul Klee muss etwas unschlüssig gewesen sein, glaubt Ursus Wehrli. „Vielleicht war er auch in Eile, als er gemalt hat.“ Anders kann sich der Schweizer Kabarettist die „Unordnung“ in Klees „Farbtafel“ nicht erklären. Deshalb hat Wehrli das Werk ein wenig „umstrukturiert“ und die Quadrate nach Farben sortiert. Sein Buch „Kunst aufräumen“ ist bereits ein internationaler Bestseller. Am „Langen Donnerstag“ im Museum Ludwig gewährte der Schweizer live einen Einblick in seine Arbeit.

Auch Miró hatte es offenbar nicht so sehr mit der Ordnung und hat die Elemente und Formen „irgendwo auf der Leinwand verteilt - solche Bilder entstehen beim telefonieren. Herr Miró muss eine hohe Telefonrechnung gehabt haben“, vermutet Wehrli. Ob Miró, Klee, Matisse oder Picasso: Alle werden sie getreu dem menschlichen Ordnungswahn neu sortiert, platzsparend und übersichtlich. Das kann sehr nützlich sein. Nach Farben geordnet, lassen sich Statistiken erstellen, etwa „wie viel grüne Farbe benötigt Haring pro Monat? So lässt sich der Einkauf viel besser planen!“

In van Goghs „Schlafzimmer“ hat Wehrli aufgeräumt und alle Möbel auf und unter das Bett verfrachtet - „jetzt kann man hier wieder staubsaugen!“ (kst)



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