Von Matthias Pesch, 05.03.10, 17:15h, aktualisiert 05.03.10, 17:18h
Katholikenausschuss-Vorsitzende Hannelore Bartscherer und Caritas-Direktor Pfarrer Franz Decker halten es zudem für zwingend notwendig, dass den Opfern ein Ansprechpartner außerhalb der kirchlichen Hierarchie zur Verfügung gestellt wird. Das Erzbistum Köln hat für diesen Zweck Domkapitular Norbert Trippen benannt. „Aus Respekt vor den Opfern muss aber die Rollentrennung beachtet werden“, fordert Decker. Und Bartscherer plädiert für „Strukturen, die sicherstellen, dass künftig nichts unter der Decke gehalten wird“. Missbrauch sei ein Straftatbestand, der unmittelbar von den zuständigen Behörden verfolgt werden müsse. „Es darf keinen Schonraum, keinen Schutzraum für die Täter mehr geben“, so Zimmermann.
Decker, Bartscherer, Zimmermann und auch SKM-Geschäftsführer Wolfgang Scheiblich berichteten, dass sich mehrere Opfer von Missbrauch - der meist mehr als 50 Jahren zurückliegt und inzwischen verjährt ist - bei ihnen gemeldet hätten. „Und es gibt eine hohe Dunkelziffer“, vermutet Decker. Die Betroffenen schilderten die lange zurück liegenden Erlebnisse „als wäre es gestern gewesen“, so Scheiblich. „Da ist kein ruhiges Reden möglich.“ Die Verletzungen seien tief, viele wollten wissen „wer war wo dabei, wer hat was gewusst“, sagt Bartscherer. Manche hätten den Wunsch, ihrem Peiniger zu begegnen. Die kirchlichen Verbände und Einrichtungen müssten bei der Aufarbeitung ihre Hilfe anbieten. Pfarrer Decker hält es zudem für notwendig, dass das Erzbistum das Gespräch mit den Tätern sucht.
Psychologe Zimmermann betont, dass beim sexuellen Missbrauch nicht nur die Gefühle der Opfer in den Blick genommen werden dürften, sondern dass es sich dabei „um eine reale Verletzung der Körperlichkeit und Integrität der Person“ handele. Und zwar eine Verletzung, die bei den Kindern und Jugendlichen „im Identitätsaufbau“ Scham und Schuldgefühle hervorgerufen haben, die das jahrelange Schweigen erklärten. „Genau das ist Täterstrategie“, so der Leiter der Beratungsstelle.
Zugespitzt werde die Problematik, wenn es sich bei den Tätern um Priester handele, die nicht nur für die ihnen anvertrauten Kinder, sondern auch für deren Eltern „absolute Respektspersonen“ seien, die „Hüter der Moral und der Würde der Person“. Das führe zu einer extremen Verunsicherung.
zu Meissner
07.03.2010 | 13.28 Uhr | j.power
vielleicht ist er ja altersmilde geworden oder er versteht endlich mal die Essenz in Jesu Botschaften:
"Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als…
Kirche
07.03.2010 | 07.30 Uhr | geiertruppe
Einfach die Kirche und Religion abschaffen. Dann gibt sehr viele Probleme nicht mehr.
das Erzbistum Köln
06.03.2010 | 17.17 Uhr | rudolf wolff
Ja ich gehöre auch zu den Misshandelten nur da waren es Nonnen die konnten es noch viel schlimmer und sadistischer damit Diese nach den Taten wieder…
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