Von Tobias Christ, 05.03.10, 19:03h
Die Unregelmäßigkeiten waren dem Anwalt von Anwohner Ivo Sambunjak aufgefallen, der wegen des Baus Klage gegen die Stadt Hürth eingereicht hatte. Der Mast sei „nicht schön“ und die Strahlung eventuell gesundheitsschädlich, so Sambunjak, dessen Anwalt Wolfgang Brück wegen des nicht genehmigten Betons einen Eilantrag beim Kölner Verwaltungsgericht gestellt hat. Laut Gerichtssprecher Klaus-Peter Uhlenberg hat die Stadt mit der Versiegelung der Baustelle dem Eilverfahren Rechnung getragen. Bis über die Klage des Anwohners entschieden sei, müsse der Betrieb ruhen.
Nachträglich legalisieren
Nach Brücks Einschätzung kann dies Monate dauern. Möglich sei zwar, dass die Stadt ein neues Baugenehmigungsverfahren einleite und den Betonmast damit nachträglich legalisiere. Aber auch dies werde mehrere Monate dauern, außerdem werde er auch eine nachträgliche Baugenehmigung anfechten.
Vor eineinhalb Wochen war der Mast aus zwei großen Betonstücken zusammengesetzt worden. Die Technik ist aber noch nicht komplett installiert. Mitverantwortlich für den Bau ist Stotzheims Ortsvorsteher Otto Winkelhag (CDU). 2005 hätten er, seine Schwester und seine Mutter mit dem Mobilfunkbetreiber einen Konzessionsvertrag ausgehandelt, so Winkelhag. Der auch bei anderen Stotzheimern umstrittene Mast steht auf dem Grundstück von Winkelhags Mutter. Vorgeworfen wurde ihm unter anderem, über den Bau nicht informiert zu haben. Für SPD-Ratsmitglied Klaus Lennartz gibt es um Stotzheim herum genug freie Ackerflächen, auf denen der Mast ohne Beeinträchtigungen von Anwohnern hätte errichtet werden können.
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