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Volleyball-Oberliga

Trauer und Triumph

Von Otmar Reetz, 07.03.10, 21:57h

In der Volleyball-Oberliga liegen Pech und Erfolg nah beisammen. Während der VC Euskirchen absteigt, erreichen die 69er die Relegation zum Aufstieg in die Regionalliga.

Thomas Schneider
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69er-Spielertrainer Thomas Schneider (links) (Bild: Magro/Weingarten)
Thomas Schneider
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69er-Spielertrainer Thomas Schneider (links) (Bild: Magro/Weingarten)
Kreis Euskirchen - Damen-Oberliga: SG Sportfreunde 69 - Bayer Wuppertal 3:0 (25:18, 27:25, 25:15). Ihre erste Meisterschaftssaison in der Oberliga schlossen die Volleyballerinnen der SG Sportfreunde 69 mit Rang drei ab. Mit diesem Abschneiden zeigt sich Spielertrainerin Judith Pelzer im zweiten Jahr ihrer Amtszeit zufrieden. Auch, weil sich ihr Team gegenüber der letzten Saison weitern zu steigern vermochte und auch den höheren Ansprüchen genügte. Ob alle 69er-Spielerinnen nun bleiben und ob neue Akteurinnen hinzukommen, wird in den kommenden Wochen und Monaten entschieden. Im letzten Saisonspiel hatte der designierte Absteiger Bayer Wuppertal eigentlich keine echte Chance, obwohl die Gäste dicht vor dem Gewinn des zweiten Satzes standen, in dem Sportfreunde-Außenangreiferin Ruth Flemig pausierte. Erst bei einem 16:24-Rückstand wachten die Gastgeberinnen auf und rissen durch starke Aufgaben von Mittelangreiferin Katharina Welzel das Ruder in dem hart umkämpften Durchgang doch noch um.

Zwei Tage zuvor hatte das Sportfreunde-Team sein Nachholspiel beim SC Düsseldorf 99 ebenfalls in drei Sätzen (25:19, 27:25, 25:19) gewonnen. Auch wenn Düsseldorf dem 69er-Team mit guter Block- und Abwehrarbeit zunächst einige Probleme bereitete, zeigten die Sportfreunde in dem Spiel die erforderliche Geduld und schafften es so zusehends, die Kontrolle zu übernehmen. Dennoch geriet das Pelzer-Team im zweiten Satz nach einer 24:17-Führung noch einmal überraschend in Bedrängnis. Doch konnten die Sportfreunde in der Verlängerung auch diesen Durchgang für sich entscheiden.

Herren-Verbandsliga: SG Sportfreunde 69 - VC 99 Ratheim 3:1 (27:25, 20:25, 25:14, 25:17). Mit diesem Sieg qualifizierte sich die SG Sportfreunde 69 noch für die Relegation zum Oberliga-Aufstieg und feierte damit ihren bisher größten Erfolg . Dabei hatte SG-Spielertrainer Thomas Schneider sich in den letzten Wochen noch bescheiden gegeben und sogar vor der Abstiegsgefahr gewarnt. Doch wurde aus einem möglichen Abstiegs- noch ein Aufstiegskandidat. Im letzten Punktspiel boten die 69er im Kampf mit dem letzten verbliebenen Konkurrenten im Kampf um Platz zwei, VC Ratheim, eine überzeugende Leistung

Ratheims Steller setzte zwar seine Angreifer in den ersten beiden Sätzen variabel ein, was der Annahme der 69er zunächst noch stark zusetzte. Durch einige taktische Wechsel, mit dem nötigen Siegeswillen und erhöhter Aggressivität übernahmen die Gastgeber ab dem dritten Satz dann aber zusehends die Kontrolle und zwangen Ratheim noch in die Knie.

Das erste Relegationsspiel ist für den 17. April angesetzt. Allerdings steht der Kontrahent wohl noch nicht fest, weil nach Schneiders Informationen der in Frage kommende Gegner (FS Duisburg) noch kein Interesse an der Relegation bekundet. „Wir werden diese aber auf jeden Fall bestreiten“, betont Schneider.

VC Euskirchen - KT 43 Köln 3:1 (17:25, 25:21, 25:20, 25:20). Noch bevor der erste Ball gespielt war, stand schon fest, dass auch ein Sieg die VCE-Volleyballer nicht mehr vor dem Abstieg bewahrt hätte. Konkurrent TVA Fischenich II hatte gegen die SG SSF Fortuna Bonn / Alfterer SC II gewonnen und somit den Klassenerhalt gesichert. Auch wenn im Euskirchener Lager schon im Vorfeld nur geringe Hoffnungen auf den Ligaverbleib über die Relegation bestanden hatten, war die Enttäuschung, als der Abstieg endgültig feststand, groß. Dennoch rafften sich die Euskirchener nach dem Verlust des ersten Satzes auf, um die Verbandsliga mit einem Sieg zu verlassen. „Dies ist uns auch gelungen, sodass wir uns mit einer vernünftigen Leistung verabschieden konnten“, erklärte Teamsprecher Helbert Dühr, der nun hofft, dass die Mannschaft in dieser Form zusammen bleibt, um auch in der Landesliga zu spielen.

TV Refrath - VfL Gemünd 1:3 (25:19, 21:25, 21:25, 18:25). Mit einem ausgeglichenen Punkt-Verhältnis beendete der VfL Gemünd die Meisterschaftssaison auf Rang fünf. „Dieses Abschneiden bedeutet für uns einen Riesenerfolg“, erklärte VfL-Trainer Markus Klein, der sein Engagement in Gemünd um ein Jahr verlängerte. Da sich Robin Feind beim Aufwärmen verletzt hatte, kam in Refrath Martin Sommer als Nebenangreifer für Gemünd zum Einsatz und bot dabei eine überzeugende Leistung.

VfL Gemünd - VC 99 Ratheim 1:3 (25:21, 21:25, 16:25, 16:25). Bedeutend schwerer die Aufgabe der Gemünder tags zuvor im Nachholspiel gegen Ratheim. Der VfL hatte zwar druckvoll begonnen und so auch den ersten Satz gewonnen. Doch wusste Ratheim sich zu steigern, zeigte sich bei der Annahme fortan verbessert und kombinierte auch im Angriffsspiel gefälliger. Allerdings fällten die Schiedsrichter einige strittige Entscheidungen gegen Gemünd. „Das hat sich schon negativ auf unser Spiel ausgewirkt“, stellte VfL-Trainer Klein fest.

Damen-Landesliga: VfL Gemünd - SG Aachen 2:3 (25:23, 23:25, 25:21, 20.25, 15:13). Die Gemünder Volleyballerinnen hatten den Aufsteiger aus Aachen am Rande einer Niederlage. Im fünften Satz führte der VfL schon mit 13:11, schaffte es dann aber nicht, den Sack zuzumachen. VfL-Trainer Albert Kolhagen, der von seinem Entschluss aufzuhören, nicht abgerückt ist, hat mit seiner Mannschaft noch eine Partie am Freitag gegen die SG SV Neptun / Stolberger TG nachzuholen.



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