Von Ismene Poulakos, 09.03.10, 21:03h, aktualisiert 10.03.10, 15:03h
Ok, das ist reine Spekulation. Fakt jedoch ist, dass der Wissenschaftler, gemeinsam mit seiner Kollegin Katinka Dijkstra von der Erasmus-Universität Rotterdam, herausgefunden hat, dass Bewegungen, die nach oben gerichtet sind, uns dazu animieren an positive Ereignisse zu denken. Abwärtsbewegungen hingegen lassen rufen unangenehme Vorfälle ins Gedächtnis. Die Ergebnisse bestätigten ihre Vermutung, dass sprachliche Gefühls-Metaphern wie „auf der Höhe sein“ oder „am Boden zerstört“ einen Bezugspunkt zu räumlichen Bewegungen haben.
Die Probanden mussten zur Überprüfung der These Glasmurmeln in ein Regal legen und sich dabei an positive Ereignisse erinnern und davon erzählen. Wie lange das dauerte, das maßen die Wissenschaftler mit einer Stoppuhr. Das Ergebnis: Mussten sich die Probanden ein wenig recken, um die Murmeln wegzuräumen, erinnerten sie sich schneller an schöne Erlebnisse - beim Bücken dauerte es deutlich länger. Und auch die Gegenprobe zeigte den Effekt der erhobenen Hände. Wurden die Probanden aufgefordert, sich an irgendetwas zu erinnern, so fielen ihnen in der Abwärtsbewegung mehr schlechte Dinge ein als gute - und andersherum. Was wir für unseren Alltag daraus lernen können? Morgendliches Recken und Strecken hält nicht nur fit, sondern sorgt auch für schöne Gedanken. Und Karneval hat doppelte Effekte - nicht nur beim Tanzen, sondern auch beim Kamelle-Fangen.
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