Von Lisa Inhoffen, 09.03.10, 10:18h
Er und seine Kommilitonin Constanze Moneke sind mit fast 50 Bürgern in der Beethovenhalle unterwegs. Sie wollen ihnen den „gesellschaftlichen, städtebaulichen und architektonischen Wert“ der Beethovenhalle näher bringen. Bredenbeck, Moneke und andere Studenten des kunsthistorischen Instituts der Uni Bonn haben im Zuge der Diskussion um das neue Festspielhaus die Initiative „Beethovenhalle“ ins Leben gerufen. Sie sind gegen einen Abriss der denkmalgeschützten Halle zugunsten einer neuen Festspielhauses. Mit kostenlosen Führungen wollen sie für ihr Anliegen werben.
Beide sind ziemlich überrascht, wie viele gekommen sind. Sie teilen die Besucher in zwei Gruppen auf. Fachkundig und kurzweilig schildern sie die Fakten aus der Sicht des Kunsthistorikers zur Beethovenhalle. Wer weiß denn heute noch, dass vor dem Eingang zum Südforum, im so genannten Binnengarten, kleine runde Brunnen sprudelten? Sie sind längst zugeschüttet. „Wahrscheinlich war der Stadt die Pflege zu teuer“, vermutet ein Mann. Wer weiß, dass der damals erst 28-jährige Architekt der Halle, Siegfried Wolski, ein Schüler des berühmten Berliner Baumeisters Hans Scharoun war? Beide gelten als Vertreter der organischen Architektur. Bredenbeck zeigt seinen überraschten Zuhörern einige Beispiele: Etwa das geschwungene Wegenetz zu den Eingängen der Halle, die stimmigen Übergänge der Bodenbeläge vor und in der Halle bis hin zu den holzverkleideten Wänden des Konzertsaals.
Er lenkt die Aufmerksamkeit auf das Glasbausteinfenster im Kassenbereich. Ein Kunstwerk, sagt er, das bei näherem Hinsehen die Hallenarchitektur wiedergibt. Die Studenten müssen die meisten Teilnehmer nicht mehr überzeugen. Sie sind ohnehin für den Erhalt der Beethovenhalle. „Es gab damals viel Lob aus dem Ausland für den Bau“, sagt Bredenbeck trotzdem.
Obgleich es aber auch unter den Beethovenhallen-Freunden die eine oder andere Kritik gibt: „Der Saal ist ein Problem“, sagt eine Frau. Die Plätze im Parkett sind auf gleichem Niveau - schlecht für die freie Sicht auf die Bühne. Eine Stunde sollte die Führung dauern. Daraus sind zwei geworden. Bredenbeck und seine Kommilitonen überlegen nun, weitere anzubieten.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Horstmann erzürnt über Podolski
Popstar Whitney Houston ist tot
Skibbe hinterlässt Scherbenhaufen
![]() |
Mahjongg Fortuna » 2337 Spieler |
![]() |
Zuma » 1507 Spieler |
![]() |
Bookworm » 1263 Spieler |
![]() |
Bubble Shooter » 1034 Spieler |
![]() |
Bejeweled 2 » 956 Spieler |