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Spielplan

Gloria und Gerling

Von Markus Schwering, 09.03.10, 23:21h

Für die erste Kölner Opernsaison in den Ausweichquartieren ist ein reichhaltiges Programm geplant. Zwölf Neuinszenierungen stehen an, darunter sind die Mozart-Opern „Entführung aus dem Serail“ und die „Zauberflöte“ .

Kölner Oper
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Das Motto für die Kölner Oper in der kommenden Spielzeit heißt „Tapetenwechsel“. (Bild: dpa)
Kölner Oper
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Das Motto für die Kölner Oper in der kommenden Spielzeit heißt „Tapetenwechsel“. (Bild: dpa)
Mit Aplomb startet die Kölner Oper in ihre erste Interimsspielzeit. Intendant Uwe Eric Laufenberg und seine Mitarbeiter stellten in Anwesenheit von Kulturdezernent Georg Quander das Programm der Saison 2010 / 11 gestern der Öffentlichkeit vor. Spielstätten werden das Palladium in Mülheim, das ehemalige Casino im Gerling-Quartier, die Uni-Aula, das Gloria-Theater an der Albertus-Straße, das Coloneum in Ossendorf, die Philharmonie, der Gürzenich und das Staatenhaus auf dem Messegelände sein. Vom ursprünglichen Plan, auch Kölner Kirchen einzubeziehen, habe man, so Laufenberg, angesichts der Ablehnung seitens der katholischen Kirche einstweilen Abstand nehmen müssen.

Nicht weniger als zwölf Premieren stehen an, hinzu kommt eine dreimalige inszenierte Aufführung (Juli 2011) von Orffs „Carmina Burana“ auf dem Roncalli-Platz (mit Markus Stenz als Dirigent). Die Fülle an Neuproduktionen ist der Tatsache geschuldet, dass die besonderen Raumverhältnisse der Ausweichspielorte kaum Übernahmen aus dem Repertoire gestatten. Nur Laufenbergs „Don Giovanni“-Inszenierung - sie kommt im Sommer als letzte Premiere vor der Sanierung des Großen Hauses - wird für das Palladium adaptiert. Außerdem werden die beiden Stücke in der Philharmonie konzertant produziert: im Februar dreimal der „Troubadour“ - mit Anja Harteros als Leonore - und im April ebenfalls dreimal „Parsifal“ - mit Marco Jentzsch in der Titelrolle. Auch diese Vorstellungen betreut Markus Stenz.

Der Interimsspielbetrieb folgt im wesentlichen dem Stagione-Prinzip: Die jeweilige Premiere zieht in dichter Sequenz rund zehn weitere Aufführungen nach sich, woraufhin die Produktion vom Plan verschwindet. Die Diversität der Spielorte bringt es mit sich, dass sich die Aufführungsreihen überschneiden.

Im Palladium hebt die Spielzeit im Oktober mit Strauss' „Elektra“ an (Regie: Gabriele Rech, Dirigent: Markus Stenz, Titelrolle: Catherine Foster), nahezu zeitgleich startet im Gerling-Quartier „L'incoronazione die Poppea“, für deren Inszenierung erneut Dietrich Hilsdorf gewonnen werden konnte. Konrad Junghänel dirigiert. Es ist dies der Start eines Monteverdi-Zyklus, der ein Schwerpunkt der kompletten Interimszeit sein wird.

Mozart ist mit Neuinszenierungen der „Entführung“ (Palladium, wieder mit Junghänel, Laufenberg selbst führt Regie) und der „Zauberflöte“ in der Uni dabei (Regie: René Zisterer, Dirigent: Modestas Pitrenas, Pamina: Mojca Erdmann). Die Moderne kommt zur Geltung mit „Wozzeck“ im Palladium (Regie: Ingo Kerkhof, Dirigent: Stenz), die leichtere Muse mit Brecht / Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (Palladium) und Emmerich Kálmáns „Csardasfürstin“ (Gloria).

Im Coloneum wartet „Aida“ auf die Opernfreunde (Regie: Johannes Erath, Musik: Will Humburg), im Gürzenich Händels „Rinaldo“ (Regie: Sabine Hartmannshenn, Musik: Alessandro de March, Simone Kermes singt die Armida). Ein Highlight der Saison ist schließlich im Staatenhaus zu gewärtigen: Dort wird das Ensemble MusikFabrik, geleitet von dem Neue Musik-Experten Peter Rundel, an jeweils zwei aufeinander folgenden Tagen Stockhausens „Sonntag“ aus „Licht“ aufführen.

Vielseitig geht es auch in der Kinderoper im Alten Pfandhaus zu: Neben Wiederaufnahmen stehen hier Maria Pezzé-Pascolatos „Aschenputtel“, Ravels „Das Kind und der Zauberspuk“ sowie - als uraufzuführendes Auftragswerk - Marius Felix Langes (Libretto und Musik) „Schneewittchen“ auf der Agenda.



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