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Kölner Haie

Kleiner Tod am Dienstagabend

Von Christian Oeynhausen, 09.03.10, 22:26h, aktualisiert 09.03.10, 23:12h

Die Kölner Haie kommen sich aus dem Strudel nicht befreien. In einer traurig leeren Lanxess-Arena verlor das Team gegen den ERC Ingolstadt in der Verlängerung und holte damit wenigstens noch einen wichtigen Punkt.

Kölner Haie Renz
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Kann es nicht fassen: Andreas Renz von den Kölner Haien. (Bild: Getty)
Kölner Haie Renz
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Kann es nicht fassen: Andreas Renz von den Kölner Haien. (Bild: Getty)
KÖLN - Wenn es wirklich so weit kommt, dass die Kölner Haie keine weitere Saison Eishockey spielen, dann darf man in die Chronik schreiben: Gestorben sind sie dienstags. Nicht nur wegen dieses Tages, aber es sind die Dienstagabende, die den Zuschauerschnitt in den Keller gedrückt haben. Der Tod trägt Taubenblau, die Farbe der leeren Sitze in der großen Halle. Gestern, zwischen dem ausverkauften großen Derby am vergangenen Freitag gegen die DEG Metro Stars und dem kleinen übermorgen gegen Krefeld, kamen 6983 Zuschauer zum Spiel gegen den ERC Ingolstadt in die Lanxess-Arena - 10 000 hätten es sein müssen, um kein Minus zu bilanzieren. Auch sportlich lief es nicht glatt. Ein Punkt beim 3:4 (1:0, 2:2, 0:1 / 0:1) nach Verlängerung ist für den KEC zu wenig im Kampf um die Playoff-Teilnahme. Zwar ließen auch Kölns Verfolger Iserlohn und Krefeld Punkte und der KEC rückte auf Rang zehn vor. Doch die Haie haben am letzten Spieltag den Nachteil, spielfrei zu haben.

Nationalspieler Thomas Greilinger besiegelte in der 62. Minute die dritte Kölner Heimniederlage in Folge. „Ich habe es satt zu verlieren“, sagte Haie-Coach Bill Stewart, der die mentale Verfassung einiger Profis beklagte: „Wenn du nicht mit Druck umgehen kannst, ist es schwer, in dieser Liga zu spielen.“

In einer verbissen geführten Partie schienen die Kölner nach 35 Minuten auf dem Weg zum Sieg zu sein. Sie führten durch Marcel Müllers frühes Tor und die Saisontreffer 24 und 25 von Ivan Ciernik 3:1. Dann schickte der schwache Schiedsrichter Reil van Gameren den Kölner Marcel Müller aus unerfindlichen Gründen auf die Bank. Greilinger, zweitbester Scorer der Liga, nutzte Kölns schlechtes Unterzahlspiel zum 2:3. Kurz nach Beginn des letzten Abschnitts rutschte KEC Torwart Lars Weibel ein harmloser Schuss von Michael Waginger durch - 3:3. Ab jetzt spielten nur noch die Gäste. Köln wirkte sehr müde und musste froh sein, wenigstens einen Punkt gerettet zu haben.

In den Drittel-Pausen gab es weitere Meldungen von der Retter-Front: Die Party in der Wiener Steffie am Samstag hat dem KEC einen Scheck über 10000 Euro gebracht. Und DJ Bobo kündigte an, für jeden Haie- Dauerkartenkunden, der eine Bobo-Karte für dessen Konzert am 5.Juni kauft, zehn Euro an den KEC zu spenden. Falls es den Klub dann noch gibt.

Kölner Haie: Weibel - Trygg, Renz - Ankert, Lüdemann - Mo. Müller, Julien - Bartek, Chouinard, Frosch - Ciernik, Jaspers, Ma. Müller - Melischko, Rudslätt, Adams - Flaake, Hecquefeuille. - Zu schauer: 6983. - Schiedsrichter: van Gameren (Berlin). - Strafminuten: Haie 10 / ERC10 + 10 Motzko.

Tore: 1:0 Ma. Müller (2:23), 1:1 Walsh (20:56), 2:1 Ciernik (22:31), 3:1 Ciernik (34:32), 3:2 Greilinger (37:17), 3:3 Waginger (43:05), 3:4 Greilinger (61:13).



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