Von Jürgen Kisters, 10.03.10, 13:43h
Franz Peters Pinselstriche scheinen zerbrechlich, seine Farben wirken in ihrem verhaltenen Leuchten verletzlich. „Neben den Wegen kein Gehen“ nennt der in Olef lebende Künstler seine Ausstellung, zu der ein gleichnamiger Gedichtband im neugegründeten Dreizwanzig Verlag erschienen ist. Es ist die erste Publikation einer neuen Edition im Kunstraum Dreizwanzig, in der die Übergänge zwischen Poesie und bildender Kunst, dem Denken in Worten und dem anschaulichen Denken zum Ausdruck gebracht werden sollen. Der gleichermaßen als Dichter und als Maler tätige Peters zeigt das Verhältnis der Bereiche. Bilder führen dorthin, wo Worte nicht hinreichen. Und Worte bringen Bilder in Bewegung. Immer geht es bei Franz Peters auch um die elementare Ambivalenz, die Grund vieler menschlicher Probleme ist. Zwischen Stärke und Schwäche, Verzweiflung und Gelassenheit verläuft manchmal lediglich ein ganz dünner Grat.
Kunstraum Dreizwanzig, Honschaftsstraße 320, Mi 17-20 Uhr, Fr 17-19 Uhr, bis 19. 3.
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