Von Marion Eickler und Heribert Rösgen, 10.03.10, 18:42h, aktualisiert 15.03.10, 17:59h
Gleich fünfmal wurde von den Kölnern die Verbesserung der Grundschulsituation in Junkersdorf gefordert. Und ebenso oft hatte die Verwaltung darauf verwiesen, dass der Ankauf des Geländes der ehemaligen belgischen Schule an der Statthalterhofallee bevorstehe, um dort eine zweite Grundschule für Junkersdorf zu errichten. Ein anderes Bürgervotum spricht sich für die Einrichtung einer Gesamtschule im Stadtbezirk Lindenthal aus - es wäre die erste. Andere fordern neues Mobiliar für das Schiller-Gymnasium.
Auch die Sporthalle des Georg-Büchner-Gymnasiums Weiden solle renoviert, das Hallenbad Weiden erhalten bleiben. Beim Themenkomplex Umwelt setzten sich Bürger mehrfach dafür ein, dass Junkersdorf von Lärm und Schadstoffen entlastet werden soll, die durch den Autoverkehr verursacht werden. „Licht aus am Stadion in den Abendstunden“ - das ist ebenfalls ein Wunsch der Bürger, denn durch die Beleuchtung der vier Pylone des Rhein-Energie-Stadions werde unnötig Energie verschleudert. Die Verwaltung vertrat zwar die Ansicht, ein komplettes Ausschalten der vier Licht-Säulen sei nicht sinnvoll, weil man sie ja ausdrücklich als beleuchtete Türme konzipiert habe. Doch die Bezirksvertretung Lindenthal folgt auch hier dem Votum der 83 Bürger, die sich für das Abschalten stark gemacht haben.
Kritik an der Informationspolitik zum Bürgerhaushalt, die ihrer Auffassung nach mangelhaft war, äußerten die Ehrenfelder Bezirksvertreter auf ihrer Sitzung. Sie hatten nur sehr wenige Vorschläge zu diskutieren, die sich konkret auf ihren Stadtbezirk bezogen. Eine bessere Ausstattung für die Max-Ernst-Gesamtschule in Bocklemünd und die Generalsanierung des Montessori-Zentrums in Bickendorf und wurden von Bürgern gefordert. Die Verwaltung erntete dabei Kritik von der Politik für die Stellungnahme zu diesem Punkt. Einige Bezirksvertreter zogen daraus den Schluss, dass die Sanierung womöglich gar nicht ausgeführt werde. Gemutmaßt wurde von den Politikern, dass ein Ankauf von Nachbargrundstücken für einen eventuell nötigen Erweiterungsbau des Schulzentrums an der Rochusstraße gar nicht möglich sei, weil deren Besitzer gar nicht verkaufen wollten. Für den Sommer dieses Jahres sind laut Stadtverwaltung „unaufschiebbare Sanierungen“ von Toilettenanlagen, Außenhaut und brandschutztechnischen Einrichtungen geplant.
Unterstützt wird auch der Wunsch, mehr Bäume in den Rochuspark zu setzen. Nach den Verwüstungen durch den Orkan Kyrill und Baumpflegearbeiten, bei denen das Grün stark zurückgestutzt wurde, benötigt die Anlage nach Meinung der Bürger eine Aufforstung. Ebenfalls angetan zeigten sich die Ehrenfelder Bezirksvertreter von dem Vorschlag, für Hausbesitzer im Stadtbezirk ein neuerliches Fassadenbegrünungsprogramm zu initiieren.
83 zu ?
10.03.2010 | 22.28 Uhr | Schinnoos
"Doch die Bezirksvertretung Lindenthal folgt auch hier dem Votum der 83 Bürger, die sich für das Abschalten stark gemacht haben."
83 Bürger. Das…
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