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Inflationsrate

Preisauftrieb schwächt sich leicht ab

Erstellt 10.03.10, 21:10h

Ernsthafte Inflationsrisiken sind nicht zu erkennen, teilt der Bankenverband in seinem Konjunkturbericht mit. Im Gesamtjahr 2009 profitierten die Bürger in der Rezession mit 0,4 Prozent von der niedrigsten Inflationsrate seit 1987.

Februar 2010
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Kosten der Lebenshaltung im Februar 2010 (KStA-Grafik)
Februar 2010
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Kosten der Lebenshaltung im Februar 2010 (KStA-Grafik)
BERLIN - Der Preisauftrieb hat im Februar wieder etwas nachgelassen. Binnen Jahresfrist verteuerte sich die Lebenshaltung um 0,6 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Nach einem Anstieg von 0,8 Prozent zum Jahresauftakt waren nun insbesondere Lebensmittel günstiger. In einer ersten Schätzung waren die Statistiker jedoch von einem stärkeren Rückgang der Inflationsrate auf 0,4 Prozent ausgegangen.

Auch in den nächsten Monaten ist nicht mit deutlich höheren Lebenshaltungskosten zu rechnen: Ernsthafte Inflationsrisiken seien nicht zu erkennen, teilte der Bankenverband in seinem Konjunkturbericht mit. Die Teuerungsrate werde selbst im kommenden Jahr noch unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank von knapp zwei Prozent bleiben. Im Gesamtjahr 2009 profitierten die Bürger in der Rezession mit 0,4 Prozent von der niedrigsten Inflationsrate seit 1987.

Uneinheitlich war im Februar die Entwicklung bei den Energiepreisen: Kraftstoffe und andere Mineralölprodukte kosteten deutlich mehr als vor Jahresfrist, auch Strom verteuerte sich. Im Winter 2009 war der Ölpreis deutlich gefallen, derzeit kostet das Fass leichtes US-Öl wieder ungefähr doppelt so viel. Der Gaspreis folgt dieser Entwicklung aber mit einer Verzögerung, was den Verbrauchern angesichts der kalten Witterung zugute kam: Erdgas kostete fast ein Fünftel weniger als vor einem Jahr, Fernwärme verbilligte sich ebenfalls. „Insgesamt gleichen sich die gegensätzlichen Preisentwicklungen der Energieprodukte gegenüber dem Vorjahr fast aus“, schrieben die Statistiker. Die üblicherweise stark schwankende Energie herausgerechnet, stiegen die Lebenshaltungskosten seit Februar 2009 um 0,6 Prozent.

Fisch teurer

Günstiger als vor Jahresfrist waren dagegen Lebensmittel. Dabei mussten die Verbraucher für Gemüse und Molkereiprodukte weniger bezahlen als im Februar 2009. Auch Zucker verbilligte sich spürbar. Fisch und Speisefette kosteten dagegen wieder mehr als vor Jahresfrist.

Eine Revision der Daten hatte sich abgezeichnet, nachdem die Bundesländer ihre Angaben korrigiert hatten. Der Preisanstieg zum Vormonat fiel mit 0,4 Prozent ebenfalls stärker aus als in der ersten Schätzung angenommen. Wie im Februar üblich verteuerten sich Reisen seit Januar deutlich. Auch saisonabhängiges Gemüse kostete mehr als vor einem Monat. (rtr)



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