Von Rainer Rudolph, 11.03.10, 17:51h, aktualisiert 15.03.10, 11:27h
Frank Deja von der Bürgerinitiative „Köln kann auch anders“ geht fest davon aus, dass der Text des Bürgerbegehren juristisch „wasserdicht“ ist, da man den Text bereits im Vorhinein mit dem Rechtsamt und der Beschwerdestelle der Stadt abgestimmt habe. Bei den Vorbereitungen hatten sich die Initiatoren mit dem Verein „Mehr Demokratie“ zusammengetan, der sich im Landtagswahlkampf mit einer Kampagne für die Stärkung direkter Demokratieformen bemerkbar machen will. Robert Hotstegs, Rechtsanwalt des Vereins, erläuterte, dass der Rat nach Abgabe der Unterschriften zwei Schritte unternehmen müsse. Zum einen müsse er die Zulässigkeit des Begehrens feststellen, zum anderen müsse er erklären, ob er dessen Anliegen folge oder nicht. Beides müsse laut Gesetz „unverzüglich“ erfolgen, also auf der nächsten Ratssitzung am 23. März.
Zwischenzeitlich hat das Bürgerbegehren auf verschiedenen Ebenen mit Vertretern von SPD, Grünen, CDU und den kleineren Fraktionen gesprochen beziehungsweise Termine ausgemacht. Von den Parteien habe zwar noch keine „offiziell“ ihre Position geändert, doch habe er den Eindruck, dass in allen Fraktionen eine „Bewegung“ stattfinde, so Deja. Auch ein „Offener Brief“ kursiert, in dem die Ratsmitglieder aufgefordert werden, einen „Plan B“ für den Fall des Erfolgs des Bürgerbegehrens zu entwickeln, damit man nicht wieder bei Null anfangen müsse. Laut Deja würde die alternative Komplettsanierung des Schauspielhauses maximal zwölf Monate länger dauern als der für Januar 2014 terminierte Neubau des Schauspielhauses.
Der bundesweit agierende Verein „Mehr Demokratie“ wertet das Kölner Bürgerbegehren als „hervorragendes Beispiel für das große Interesse der Bevölkerung an direkter Demokratie“. Damit tue sich insbesondere das Land Nordrhein-Westfalen immer noch sehr schwer. Die von dem Verein geförderte „Volksinitiative für ein neues Wahlrecht“ verlangt unter anderem, dass die Wähler ihre Stimmen auf mehrere Parteien verteilen, ungeliebte Kandidaten streichen und favorisierte Bewerber mit mehreren Stimmen versehen können.
Leitartikel zum Bürgerbegehren: Das Kölner Theater
Schauspielhaus: Opernchef will den Neubau
Interview mit Karin Beier: „Nicht erst im Sommer diskutieren“
Hupke arrogant
12.03.2010 | 11.07 Uhr | Pelican
Herr Hupke ist ja nicht nur Personalrat der Bühnen, sondern auch noch Bezirksbürgermeister Innenstadt. Für meinen Geschmack sind das zuviele wichtige…
Hauptsache, Andreas Hupke (GRÜNE, Ver.di) ist versorgt!
11.03.2010 | 18.20 Uhr | Arno Dübel
Denn Herrn Hupke interessiert die Meinung des gebildeteren Volkes nicht. Für ihn ist es immer ganz wichtig, dass seine extrem wichtigen "Arbeiter" es…
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