Von Susanne Hengesbach, 11.03.10, 19:16h, aktualisiert 12.03.10, 00:12h
„Man hat das Gefühl, Tiere und Pflanzen haben es auch satt“, meint Anne Klug. Die Kölnerin engagiert sich in der Hochschulgruppe „Campusgrün“ und schaut seit Tagen frustriert auf die Stellen, wo sie Blumenzwiebeln gesetzt hat. „Aber da kommt nix!“ Und überhaupt: „Immer noch die dicken Mäntel, drei Pullis übereinander und die blöden Schuhe, in denen man rumläuft, als hätte man Gewichte dran. Ich finde, mit Rosenmontag hätte Frühjahr einziehen müssen!“
Abgesehen von so bestaunenswerten „Pflänzchen“ wie Stefanie Bauer, die auf einer Heumarkt-Bank sitzend die Stracciatella-Vanille-Himbeer-Mischung aus ihrem Eishörnchen schleckt und überhaupt nicht zu frieren scheint, sind die Kölner auf Eiskaltes nicht gut zu sprechen. Da nützt es wenig, dass die kuschelig-plüschigen „Eskimomützen“ auf der Hohe Straße inzwischen für lumpige 3,99 Euro zu haben sind. Doch woran liegt es, dass wir bibbern und frösteln, als ob die Temperaturen tief im Minusbereich lägen?
Es liegt daran, dass sich unser Körper zurzeit in einem Stadium „irgendwo zwischen Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit befindet“, erklärt die Kölner Physiotherapeutin Nicola Windler. Unsere Hormone, als wichtige Informationsträger, würden gewissermaßen zum Narren gehalten. Aufgrund von fehlender Sonne und Wärme laufe unser Körper auf Sparflamme, was Auswirkungen auf unser Nervensystem und somit auch auf unser subjektives Empfinden habe.
Es gibt jedoch weitere Ursachen dafür, weshalb an diesem Donnerstag die „gefühlte Temperatur“ stellenweise weit unter der realen lag. Der Wärme-Haushalt des Menschen reagiert nicht nur auf Lufttemperatur, sondern genauso auf Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit und Sonnenstrahlung. „Solange die Sonne noch so niedrig steht, ist die Wärmewirkung auf die Haut gering. Und bei einer leichten Bewölkungssituation ist der Effekt völlig weg“, betont Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst. Schließlich haben etliche andere Faktoren Einfluss auf das thermische Empfinden eines Menschen. Etwa der Isolationswert der getragenen Kleidung. Der gefühlten Temperatur liegt laut Lux „eine ganz, ganz komplizierte Formel“ zugrunde. Damit die Behaglichkeitsgleichung trotz des für Samstag zu befürchtenden Schneefalls nicht allzu schlecht ausfällt, muss man noch eines wissen: Die Hände in den Schoß legen und fluchen, bringt gar nichts. Nicht mal ein halbes Grad plus. Bei körperlicher Aktivität hingegen wird Kälte viel weniger kalt wahrgenommen.
Bildergalerie: Frühlingserwachen in Köln
Bildergalerie: Schneesturm Daisy in Köln und Europa
Kölner Weicheier!
13.03.2010 | 11.22 Uhr | Arno Dübel
Der Winter ist der Winter. Basta. Aber hier herrschen ja nur noch SchneeCHAOS, WinterCHAOS, BahnCHAOS etc. Und das verwöhnte rheinländische Volk…
Welche...
12.03.2010 | 16.54 Uhr | Letterbomb
...Lokalität sieht man denn da auf dem Bild, wenn man fragend darf? Ich rätsel schon ´ne ganze Weile :(
das erste mal!
11.03.2010 | 21.34 Uhr | Eydbeyt
Es WÄRE das erste mal in 40 Jahren, wenn mein Geburtstag ein Frosttag wäre mit Schnee und Frost. Aber bis dahin hat der Frühling ja noch 2 Wochen…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Foto auf Leinwand günstig vom Testsieger
Werbeagentur Verzeichnis Köln Bonn
Werbeagentur / Internetagentur, Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt