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FC gegen Mainz

Soldo rüttelt die Mannschaft wach

Von Stephan Klemm, 11.03.10, 21:35h, aktualisiert 12.03.10, 09:12h

Vor dem Spiel gegen den Aufsteiger Mainz 05 schickt FC-Trainer Zvonimir Soldo sein Team in ein Kurz-Trainingslager. Die Mannschaft soll sich nach dem Zwischenhoch bloß nicht zu sicher fühlen. Fabrice Ehret spielt am Samstag in der Abwehr.

Zvonimir Soldo
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FC-Trainer Zvonimir Soldo. (Bild: dpa)
Zvonimir Soldo
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FC-Trainer Zvonimir Soldo. (Bild: dpa)
1. FC Köln
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Fabrice Ehret, hier im Luftkampf mit Borussia Mönchengladbachs Michael Bradley, kehrt in die Startelf zurück. (Bild: dpa)
1. FC Köln
KÖLN - Etwas Neues sollte es sein, etwas Überraschendes und Wachrüttelndes für eine Mannschaft, die ganz offensichtlich zu schnell zu zufrieden ist. Herausgekommen ist dabei eine laut Manager Michael Meier „sehr seismographische“ Maßnahme. Seismographen messen in der Regel Erschütterungen der Erde, um vor Erdbeben zu warnen - wackelt also beim 1. FC Köln nun ganz plötzlich wieder alles? Jetzt, wo doch alles wieder gut zu sein schien, rein leistungsmäßig nach Punktgewinnen in Leverkusen und gegen Bayern München? Vielleicht ja schon, letztlich jedoch geht es aber zumindest vordergründig nur um ein profanes Kurz-Trainingslager vor dem Samstag-Spiel des FC bei Aufsteiger Mainz 05. Befohlen hat es Trainer Zvonimir Soldo. Die seismographische Lehre im Meierschen Sinn beschreibt Soldo irgendwie nicht ganz so aufregend: „Die Gefahr war, nach zwei starken Gegnern zu locker zu werden, deshalb werden wir die Konzentration erhöhen mit dieser Idee.“

Los geht es am Freitag um zehn Uhr, das Ziel ist Wehen bei Wiesbaden auf der Mainz gegenüberliegenden Rheinseite. Dort wird das Team des 1. FC Köln gemeinsam Mittagessen und trainieren und nach einer Nacht in der Fremde dann am Samstag um 15.30 Uhr - so der Plan - völlig unerschüttert, aufmerksam und auch noch konzentriert zum Anpfiff am Mainzer Bruchweg erscheinen.

Das Spiel selbst ist für Soldo sehr wichtig, es leitet die Phase der Rückrunden-Partien gegen Gegner aus dem Tabellenumfeld der Kölner ein. Nach der Begegnung in Mainz trifft der FC auf Mönchengladbach, gastiert in Hannover und spielt dann gegen Hertha BSC Berlin. Ein Sieg in Mainz würde das Kölner Punktekonto auf 30 erhöhen, acht Spieltage vor Schluss „wäre das ein Riesenschritt nach vorne für uns, um unsere Ziele zu erreichen.“ Um also nicht abzusteigen.

Veränderte Mannschaft

In Mainz wird Soldo mit einer etwas veränderten Mannschaft antreten. Für den gesperrten Petit kommt Fabrice Ehret in die Mannschaft, der als linker Verteidiger eingesetzt wird. Kevin McKenna rückt vor die Abwehr, Adam Matuschyk agiert neben Maniche eine Nuance vorgelagert. Ehret soll die Kölner Konter von hinten starten, seine Schnelligkeit sieht Soldo als Trumpf: „Mainz ist außergewöhnlich heimstark, darauf müssen wir durch eine kompakte Mannschaft reagieren.“ Das Spiel nach vorne ist in solchen Fällen auf Tempo-Gegenstöße ausgerichtet. Das ist auch eine Lehre aus dem 1:5 gegen den VfB Stuttgart: „Da wollten wir ein bisschen mitkicken und haben eine Klatsche bekommen. So was darf nicht mehr passieren.“

Die Stärke der Rheinhessen kann sich Soldo nicht so richtig erklären, er betont immer wieder, dass er dieses Team im Grund auf seine Vitalität vor heimischer Kulisse reduziert. Zuletzt gegen Bremen habe das Team jedoch am Bruchweg verloren, das habe eine Ahnung davon gegeben, wie man in Mainz gewinnen könne. Soldo sagt: „Ich hoffe, gegen uns sind die wieder dran.“

Unter der Woche war Lukas Podolski laut Soldo „ein bisschen angeschlagen“, die Trainingseinheiten, die er mit der Mannschaft absolviert hat, seien „sehr gut“ gewesen. Einen Stimmungsaufschwung nach dem für den Nationalspieler befreienden Tor gegen die Bayern hat Soldo allerdings nicht bemerkt. Fest steht für den Trainer jedoch: „Lukas muss weiter kämpfen, dann macht er noch mehr kleine Schritte nach vorn. Er hat die Qualität, der Rest kommt von allein.“ In Mainz kommt auf Podolski wieder ein Schlüsselrolle im Sturmzentrum zu: „Das kann er richtig gut“, sagt Soldo.



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