Von Eckhard Stengel, 11.03.10, 20:15h, aktualisiert 11.03.10, 20:17h
Im Auftrag des Bundes erledigt eine Projektgesellschaft namens „A 1 mobil“ den Ausbau und seine Finanzierung ebenso wie die Unterhaltung für die nächsten 30 Jahre übernommen - angeblich das derzeit größte Projekt Deutschlands in öffentlich-privater Partnerschaft. Im Gegenzug erhält die Gesellschaft Teile der Lkw-Maut. An dem Konsortium „A 1 mobil“ sind die Bilfinger Berger Project Investments und der britische Konzern John Laing mit je 42,5 Prozent beteiligt und die Papenburger Baufirma Johann Bunte mit 15 Prozent.
Für die reinen Bauarbeiten ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Bilfinger Berger und Bunte zuständig, wie ein Sprecher von „A 1 mobil“ berichtete. Zum Teil seien auch „nachgeordnete Unternehmen“ beteiligt. Daher könne er nicht sagen, welche Firma genau die mehrere Kilometer langen Streckenabschnitte gebaut habe. Warum die oberste Asphaltschicht schon nach wenigen Wochen brüchig geworden ist, darüber rätseln die Verantwortlichen noch immer. Dabei waren erste Schäden schon im Januar aufgetreten: sogenannte Kornablösungen, die sich zu Schlaglöchern ausgeweitet haben - bis zu vier Zentimeter tief. Betroffen ist „offenporiger Asphalt“, kurz OPA, der die Geräusche mindern soll und bei anderen Bauarbeiten problemlos eingesetzt wurde, auch im Winter.
Hat auf der A 1 also jemand gepfuscht? Gutachter der Technischen Universität Darmstadt sollen bis April versuchen, die Ursache des ungewöhnlichen Phänomens herauszufinden. Die Schlaglöcher werden jetzt zunächst geflickt. Im Spätherbst soll dann die ganze Deckschicht ausgetauscht werden. Wie teuer das wird und wer die Kosten trägt, darüber will sich der Sprecher von „A 1 mobil“ noch nicht äußern. Das niedersächsische Verkehrsministerium findet dagegen schon jetzt: Zahlen muss das Firmenkonsortium.
Bilfinger Berger sieht sich auch in der Krise „wetterfest“ aufgestellt, will aber nach den Baupfusch-Vorwürfen bei den Anlegern Vertrauen zurückgewinnen. Der Konzern will weiter wachsen und die Rentabilität mittelfristig deutlich steigern. Die Pfuschvorwürfe beim Bau der Kölner und der Düsseldorfer U-Bahn drückten zwar den Kurs der Bilfinger-Aktie, sie wirken sich derzeit aber nicht negativ auf das Geschäft aus,“ sagte Unternehmenschef Herbert Bodner bei der Bilanz-Vorlage.
„Schuldfrage ungeklärt“
Auch für die Geschäftszahlen ist sich Bodner sicher: „Die finanziellen Auswirkungen halten wir absolut unter Kontrolle.“ Es kursierten zwar in Köln Schätzungen, wonach die am Bau beteiligte Arbeitsgemeinschaft bis zu einer Milliarde Euro zahlen müsse. Doch Bilfinger selbst müsse nur für „sehr geringe Beträge“ geradestehen. Bodner: „Die Schuldfrage ist nach wie vor ungeklärt.“ Er bezog sich damit auf den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor gut einem Jahr.
Für dieses Jahr peilt das zweitgrößte deutsche Bauunternehmen eine Zunahme der Leistung sowie eine überproportionale Steigerung des Betriebsergebnisses (Ebit) und des Gewinns an. Der strenge und lange Winter lasse sich aufholen (mit dpa)
Polier auf Wanderschaft?
12.03.2010 | 21.22 Uhr | Göcek
Toll, ist der Polier von Köln über Düsseldorf und München
bis nach Norddeutschland gewandert? Tolle Leistung!!!
Aber dort gab es ja gar kein Eisen…
Gewonnen
12.03.2010 | 09.58 Uhr | Schinnoos
Hieß es nicht erst gestern auf der Bilanzpressekonferenz, B&B habe einen großen Gewinn erzielt und sei mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr…
Aufträge
12.03.2010 | 09.08 Uhr | Omega
Wie schafft dieses Ma... - Unternehmen die Aufträge ran?
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Beratung für Ihre Existenzgründung
Epson Tinten – HP Toner kaufen