Von Günther M. Wiedemann, 12.03.10, 22:54h
Kein Kita-Ausbau
Damit ist fraglich, ob der von 2013 geltende Rechtsanspruch tatsächlich eingelöst werden kann. Notwendig wären in NRW dann mindestens 144 000 Plätze. Zum Sommer sind aber erst gut 100 000 vorhanden. Rechtsanspruch ist gemäß einer Verabredung zwischen Bund und Ländern dann gegeben, wenn für ein Drittel der Kinder existiert. Dabei wird unterstellt, dass nicht mehr Eltern einen Betreuungsplatz wünschen. Experten des Städtetages bezweifeln dies aufgrund jüngster Anmeldungstrends.
Sparen wollen die Städte auch bei der Jugendhilfe, der Hilfe zur Erziehung. Solche Kürzungen seien aber absolut kontraproduktiv, so Fachleute der Diakonie, und könnten der Gesellschaft langfristig weit höhere Kosten verursachen. Denn wenn Jugendliche durch die Hilfe zur Erziehung nicht auf einen geordneten Lebensweg gebracht werden, ist die Gefahr groß, dass sie später kriminell werden, sagen Experten. Sie beobachten einen aus finanziellen Gründen immer stärker werden Trend, Kinder und Jugendliche nicht in Heimen zu betreuen, sondern ambulant oder in Pflegefamilien.
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