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St. Heinrich schliesst

Aus für die Bücherei kritisiert

Von Matthias Pesch, 15.03.10, 19:22h

Die katholische öffentliche Bücherei St. Heinreich stellt ihren Betrieb wohl mit Beginn der Osterferien ein. Die Schließung ist eine Folge des Kirchenverkaufs. Mit dem neuen Inhaber des Gebäudeensembles konnte sich die Bibliothek nicht einigen.

Bücherei Deutz St. Heinrich
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Die katholische Bücherei St. Heinrich muss wohl schließen. (Symbolbild: ksta)
Bücherei Deutz St. Heinrich
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Die katholische Bücherei St. Heinrich muss wohl schließen. (Symbolbild: ksta)
Deutz - Mit großem Bedauern haben die Mitarbeiter der katholischen öffentlichen Bücherei St. Heinrich auf die Tatsache reagiert, dass mit der Aufgabe der Deutzer Pfarrkirche - der „Stadt-Anzeiger“ berichtete - auch ihre Einrichtung geschlossen wird. „Dass unser gesamtes Angebot weg bricht, stimmt uns sehr traurig“, sagt Bücherei-Leiterin Karin Marzola. Rund 2.500 Medien umfasse das Sortiment der Bücherei, dazu haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter Leseförderung für Schul- und Kindergartenkinder organisiert, Literaturkreise, Ausstellungen und einiges mehr.

Gespräche mit der Köln-Ring GmbH, die Kirche und Pfarrgebäude übernimmt und dort Angebote für psychisch kranke Menschen eröffnen will, über einen Verbleib der Bücherei in dem Ensemble hätten nicht zum Erfolg geführt, so Marzola. Und auch eine Zusammenarbeit mit der Bücherei der Hauptkirche St. Heribert sei bislang gescheitert. So werde die Einrichtung voraussichtlich mit den Osterferien schließen; aus dem Bestand könnten sich dann zunächst die umliegenden Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser oder das Bürgerzentrum bedienen. Was übrig bleibt, soll auf einem Flohmarkt verkauft werden.

Marzola und ihre Kolleginnen sehen allerdings auch grundsätzlich die Bildung immer größerer Pfarreien und die damit verbundenen Konsequenzen kritisch. Eine wirkliche Seelsorge sei den Geistlichen angesichts der wachsenden Zahl von Gemeindemitgliedern kaum noch möglich, vielen Gläubigen werde ihre Heimat genommen: „Für uns hier ist in dieser Entwicklung noch nichts Positives erkennbar.“



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