Von Matthias Pesch, 15.03.10, 19:22h
Gespräche mit der Köln-Ring GmbH, die Kirche und Pfarrgebäude übernimmt und dort Angebote für psychisch kranke Menschen eröffnen will, über einen Verbleib der Bücherei in dem Ensemble hätten nicht zum Erfolg geführt, so Marzola. Und auch eine Zusammenarbeit mit der Bücherei der Hauptkirche St. Heribert sei bislang gescheitert. So werde die Einrichtung voraussichtlich mit den Osterferien schließen; aus dem Bestand könnten sich dann zunächst die umliegenden Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser oder das Bürgerzentrum bedienen. Was übrig bleibt, soll auf einem Flohmarkt verkauft werden.
Marzola und ihre Kolleginnen sehen allerdings auch grundsätzlich die Bildung immer größerer Pfarreien und die damit verbundenen Konsequenzen kritisch. Eine wirkliche Seelsorge sei den Geistlichen angesichts der wachsenden Zahl von Gemeindemitgliedern kaum noch möglich, vielen Gläubigen werde ihre Heimat genommen: „Für uns hier ist in dieser Entwicklung noch nichts Positives erkennbar.“
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