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Sendemast

Bürger haben viele Fragen

Von Britta Havlicek, 16.03.10, 09:19h

Der Ärger um den für die Dirmerzheimer so plötzlich errichteten Stahlgittermast am Sportplatz geht weiter. Die Anwohner wollen wissen, warum es keine Bürgeranhörung gegeben hat, sondern der Sendemast plötzlich stand.

Stahlgittermast
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Der fast 30 Meter hohe Stahlgittermast sorgt für Unruhe bei den Anwohnern des Dirmerzheimer Sportplatzes. (Bild: Havlicek)
Stahlgittermast
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Der fast 30 Meter hohe Stahlgittermast sorgt für Unruhe bei den Anwohnern des Dirmerzheimer Sportplatzes. (Bild: Havlicek)
Erftstadt-Dirmerzheim - Am Wochenende trafen sich mehr als 50 Anwohner, darunter auch Ortsbürgermeister Wilfried Esser und mehrere Politiker, auf dem Sportplatz, um sich den knapp 30 Meter hohen Sendemast genauer anzuschauen, den der Mobilfunkbetreiber Vodafone errichtet hat, und um zu beraten, was nun zu tun ist. „Wir wollen genau wissen, was hier passiert ist“, fasst Anwohner Dieter Steinbach zusammen. „Vor allem, warum es keine Bürgeranhörung gegeben hat, bevor das Monstrum uns hier vor die Nase gesetzt wurde.“

Die CDU-Stadtverordnete Carla Neisse-Hommelsheim beispielsweise konnte sich noch an einen Ortstermin im Jahr 2003 erinnern, bei dem der Standort des Sendemastes mit Vertretern des SC Dirmerzheim besprochen worden ist. Steinbach: „Aber kein einziger Anwohner hat das damals mitbekommen.“ Zudem sei erst jetzt der Mast errichtet worden - gut sechs Jahre nach dem Ratsbeschluss. „So mir nichts, dir nichts“, wie Steinbach und viele Anwohner finden. Zudem sei damals vom Rat beschlossen worden, dass Vodafone seine Antennen an einem Flutlichtmast des Sportplatzes anbringt.

Steinbach: „Wurde hier bewusst am Bürger vorbeigebaut?“ Diese und viele andere Fragen haben die Dirmerzheimer jetzt zusammengetragen und wollen sie während der Einwohnerfragestunde in der Ratssitzung am Donnerstag, 25. März, Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips stellen. So wollen sie auch wissen, ob alternative Standorte geprüft worden sind. Und auch viele spezifische Fragen bezüglich der Strahlungsbelastung werden gestellt. Mittlerweile haben sich auch die Grünen und die SPD mit Anträgen zur Aufklärung des Sachverhalts angeschlossen. Zudem erwägt Steinbach, einen Bürgerantrag zu stellen, um die Bestückung des errichteten Gittermastes mit Antennen zu stoppen - zumindest so lange, bis alle Fragen geklärt und die Bürger beruhigt sind.



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