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Ex-Gerling-Quartier

Verbauung von St. Gereon gefürchtet

Von Peter Berger, 15.03.10, 19:22h, aktualisiert 16.08.10, 11:20h

Die Bürgerinitiative Gereonsviertel kritisiert weiter die Pläne für Gereonshof und Gerlingviertel. Laut ihrer Darstellung verstießen die Entwürfe gegen das Höhenkonzept. Die Bebauung könnte den Blick auf die romanische Kirche und das alte Stadtarchiv verstellen.

Gereonsviertel
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Das Herz des Viertels: Um die Wirkung der Kirche St. Gereon fürchten die Anwohner und die Bürgerinitiative. (Bild: Christoph Hennes)
Gereonsviertel
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Das Herz des Viertels: Um die Wirkung der Kirche St. Gereon fürchten die Anwohner und die Bürgerinitiative. (Bild: Christoph Hennes)
Innenstadt - Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 15.3.2010

Die Bürgerinitiative Gereonsviertel hält ihre Kritik an der Bauplanung für den Gereonshof und das Gerling-Viertel aufrecht. Sie kritisiert, dass die geplanten Neubauten an St. Gereon deutlich zu hoch werden und fürchtet um die Wirkung der romanischen Kirche. Die Stadtverwaltung hat eine Beschlussvorlage vorgelegt, in der keinem einzigen Einwand der Bürger zu den Höhen gefolgt wurde. Die Bezirksvertretung Innenstadt hat der Vorlage in der vergangenen Woche mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP zugestimmt, jetzt muss das Projekt noch die politischen Hürden im Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag, 18. März, und im Stadtrat am Dienstag, 23. März, nehmen.

Maximalhöhe überschritten?

Die Planungen verstoßen nach Auffassung der Bürgerinitiative gegen den Ratsbeschluss vom Mai 2007. Das so genannte Höhenkonzept, beschlossen von SPD und Grünen, regelt, dass Neubauten im Umfeld der romanischen Kirchen nicht höher sein dürfen als das Hauptschiff. Wenn die bereits vorhandene Bebauung niedriger ist, muss sich ein Neubau daran orientieren. Genau dies ist bei St. Gereon nicht der Fall. „Die Traufkante, die eingehalten wird, ist mit der Maximalhöhe nicht vergleichbar“, sagt Karl R. Kegler, Sprecher der Bürgerinitiative. „Das ist so, als würde ich die Größe eines Menschen nicht am Scheitel, sondern an der Schulter messen wollen.“ Der Begriff „Maximalhöhe“ sei im Höhenkonzept eindeutig definiert. „Dass sich die Verwaltung an den absolut klar formulierten Ratsbeschluss hält, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Der jetzige Entwurf tut dies nicht.“

Für Unmut bei den Anwohnern sorgt auch die städtebauliche Planung. Nach Auffassung der Initiative werden die Neubauten derart dicht an das neugotische Gebäude des alten Stadtarchivs heranreichen, dass es kaum mehr zur Geltung kommen werde. Der Projektentwickler für das Gerling-Areal, die Frankonia Eurobau, habe 18.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche gefordert. Das entspreche zwei weiteren Geschossen am Gereonskloster, erzeuge „erhebliche Probleme“ und mache es unmöglich, das Höhenkonzept einzuhalten.



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