Von Kerstin Meier, 15.03.10, 20:56h, aktualisiert 17.03.10, 11:03h
Knallharten Kalkulierern, die lieber neue Autos als neue Schulen subventionieren, sei die Studie ans Herz gelegt, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag veröffentlichte. Das Ergebnis: Investitionen in Kindergärten, Schulen und Hochschulen rechnen sich - für jeden Einzelnen genauso wie für den Staatshaushalt. Die Ausgaben für Hochschulen fließen beispielsweise laut IW wieder an den Staat zurück, in Form von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Und am Ende steht nicht eine schwarze Null. Die Ausgaben werden durch die Einnahmen sogar „deutlich übertroffen“.
Umso lohnender ist es - auch volkswirtschaftlich betrachtet - in die Erziehung kleiner Kinder zu investieren. Was dort versäumt wird, ist auch mit einem perfekt ausgebauten Hochschulsystem nicht wieder wettzumachen. „Die Förderung der Kinder in den Jahren null bis sechs ist am wichtigsten“, sagt Professor Wassilos Fthenakis, Präsident des didacta-Verbandes.
Wenn am Dienstag die „didacta“-Bildungsmesse in Köln startet, rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das kurz vor den Landtagswahlen in NRW ohnehin heftig umstritten ist: Die Existenz der Hauptschule ist bedroht, das dreigliedrige Schulsystem wird von den einen verteufelt, von den anderen mit der selben Vehemenz verteidigt. Jenseits all dieser ideologisch aufgeladenen Diskussionen zeigt die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft: für mehr Investitionen in Bildung gibt es gute Argumente, egal wo man politisch steht.
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