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Projekt

Dankeschön, Frau Nachbarin!

Von Uwe Schäfer, 17.03.10, 15:58h

Ein neuer Verein setzt sich für die Müllvermeidung in Mülheim ein. Auch die Kinder des Stadtteils helfen begeistert dabei, dass die Straßen sauberer werden.

Gabi Schönau
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Gabi Schönau (l.)und Medine Öztürk mit den Kindern der Kita Berliner Straße (Bild: Schäfer)
Gabi Schönau
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Gabi Schönau (l.)und Medine Öztürk mit den Kindern der Kita Berliner Straße (Bild: Schäfer)
Mülheim - Auf dem Wochenmarkt an der Berliner Straße gibt es freitags ab 10 Uhr kostenlos Tee zu trinken. Doch Gabi Schönau und Medine Öztürk von der Nachbarschaftshilfe Mülheim Nord tun an ihrem Stand „Hallo Nachbar, danke schön“ mehr, als nur ein Getränk auszuschenken. Sie wollen die Marktbesucher anregen, etwas gegen die Verschmutzung ihres Veedels zu tun.

„Wir informieren die Leute, wie sie Müll vermeiden können und was sie tun können, wenn ihnen wild entsorgter Sperrmüll auffällt“, so Gabi Schönau, die Vorsitzende des kürzlich eingetragenen Vereins. Besonders gravierend sei das Müllproblem auf dem Marktplatz und im Bürgerpark am Stadtteilzentrum Mütze. Um das Anliegen hervorzuheben, ist der Stand mit Mülltonnen und und einem orangefarbenen Telefon-Oldtimer bestückt. „Mit den Tonnen wollen wir auf das Problem hinweisen und mit dem Telefon auf die Hotline der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) für Sperrmüll“, so Medine Öztürk. Als Service bieten die Beraterinnen ein Telefontraining an. Schönau: „Um Ängste vor allem unserer türkischen Mitbürger abzubauen, üben wir mit ihnen Anrufe bei der Hotline.“

Die Idee zum Projekt wurde mit dem Umweltamt und den AWB entwickelt. „Die Initiative kam vor einem Jahr aus der Bezirksvertretung“, sagt Projektleiterin Sabine Müller vom Umweltamt. Man entschloss sich, Leute zu motivieren, ihr eigenes Umfeld in Schuss zu halten. Müller: „Und die Form, wie wir sie jetzt betreiben, ist eben eine ganz besondere Art der Öffentlichkeitsarbeit.“ Schönau findet das auch: „Hier auf dem Wochenmarkt kommt doch jeder vorbei.“

Auch Kinder sind angesprochen. „Im Rahmen der Sprachförderung steht das Thema in unserer älteren Gruppe auf dem Plan“, berichtet Birgit Matuschka, Leiterin der Kindertagesstätte Berliner Straße 20. Dann gehe es beispielsweise um die Trennung des Abfalls. Oft seien die Kinder aber auch auf dem Marktplatz unterwegs, um Müll zu sammeln. Viele Aktionen seien mit dem Projekt der Nachbarschaftshilfe abgestimmt. Schönau: „Die Kinder sind ganz eifrig dabei.“ Matuschka: „An Karneval haben sie sich Kostüme aus Müll gemacht.“



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