Von Christoph Seemann, 17.03.10, 15:23h
Denn diese prägende Epoche war das Motto des Musikabends, der einmal im Jahr an der Schule stattfindet. Viele der Songs des zweistündigen Konzertes stammen von den Comedian Harmonists, der berühmten A-Cappella-Band, deren Lieder „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Veronika, der Lenz ist da“ auch heute noch jeder kennt.
Das Programm war abwechslungsreich, denn das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium legt großen Wert auf musikalische Ausbildung. An der Schule gibt es diverse Chöre und Musik-AGs, die nun präsentieren durften, was sie einstudiert hatten. Unter anderem traten der Chor der Klassen 5 und 6, das Schulorchester und die Big Band auf.
Ronja Kleiner, 15 Jahre alt, präsentierte ihr Können unter anderem als Solo-Pianistin. „Vor Soloauftritten habe ich immer großen Bammel. Ich bin zwar innerlich ruhig, aber ich fange am ganzen Körper an zu zittern“, sagte sie. Allzu schlimm war das Zittern aber dann doch nicht, denn die Songs „Madrid“ und „Fiesta“ bot sie souverän dar. Außerdem stand das musikalische Multitalent auch noch im Chor sowie am Schlagzeug und am E-Bass auf der Bühne: „Den spiele ich seit zwei Wochen, Musik ist mein größtes Hobby“, betonte Ronja, und: „Ich mag die Musik der 20er und 30er Jahre, ich finde sie witzig. Der hintergründige Humor der Texte; das macht beim Singen richtig Spaß.“
Wie ihre Mitschüler hatte auch Ronja an intensiven Proben im Vorfeld teilgenommen.
Gut fürs Selbstbewusstsein
Mit ihren Mitmusikern war sie für einige Tage nach Blankenheim gefahren, wo unter Aufsicht der Musiklehrer für das Konzert geprobt wurde. „Wir wollten den Kindern fern vom Schulstress einige Tage bieten, die ganz der Musik gehören“, sagte Fritz Linsel, Lehrer an der Schule und Organisator des Konzerts: „In Zeiten des Nachmittagsunterrichtes ist es für die Schüler oft schwer, ihrem Hobby nachzugehen.“ Auch betonte Linsel, wie wichtig Konzerte wie der Musikabend für das Selbstbewusstsein der Schüler seien: „Wir möchten den Schülern eine Plattform bieten, auf der sie zeigen können, was in ihnen steckt“, sagte Linsel, „eigentlich mussten wir den Kindern nicht großartig Mut machen: Sie hatten Spaß an der Musik und den Texten und verloren so die Scheu vor der Bühne.“
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