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Sparkurs 2

Beim Sport sparen

Von Birgit Lehmann, 17.03.10, 18:41h

Die Straßenbeleuchtung von zwei bis fünf Uhr in der Nacht abschalten, die Hundesteuer erhöhen, den Stadtbus einstellen. Dies sind nur einige Ideen von Bürgern, wie das Haushaltsloch der Stadt verringert werden könnte.

Hürth - Das Hürther haushaltsloch hat sich nochmals um 1,7 Millionen Euro vergrößert und liegt aktuell bei 18 Millionen Euro. „Nach diesen Zahlen sind wir schon im Nothaushalt, wenn nichts gemacht wird“, sagte Kämmerer Dr. Dirk-Holger Ahrens-Salzsieder anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse des ersten Bürgerhaushalts. Das bedeute, in den anstehenden Haushaltsberatungen dürfe es nun keinerlei Tabus mehr geben.

Die Stadtverwaltung hat die Ergebnisse des Bürgerhaushaltes nun ausgewertet. Erstmals in der Geschichte hatten die Bürger Gelegenheit, sich in die Haushaltsberatungen einzubringen und zu den Sparvorschlägen der Verwaltung Stellung zu nehmen. Die Umfrage wurde von dem Hürther Meinungsforschungsinstitut Globalpark durchgeführt.

Insgesamt zählte die Stadt 204 ausgefüllte Fragebögen. Die meisten Bürger nutzten dafür das Internet, 25 hatten auf Papierfragebögen Stellung bezogen. Die Beteiligung der Männer war dabei doppelt so groß wie die der Frauen, allerdings waren alle Altersgruppen vertreten.

Der Haushalt der Stadt war dabei in 14 Produktbereiche eingeteilt worden. Nicht sparen solle die Stadt nach Ansicht der Mehrheit der Befragten bei der Kinder- und Familienhilfe, bei Schulträgeraufgaben sowie im Bereich Sicherheit und Ordnung. Für weniger wichtig hingegen sahen die meisten die Entwicklung neuer Wohngebiete sowie die Stadtplanung. Auch bei der Sportförderung sah eine Mehrheit noch Einsparmöglichkeiten.

Konkret hielt eine Mehrheit von fast 44 Prozent Einsparungen beim Stadtarchiv für richtig. Nach Ansicht von fast 39 Prozent könne die Stadt auch ihre Kulturförderung zurückfahren. Über 40 Prozent hielten auch eine Reduzierung der Sportförderung für „sehr gut“, ebenso wie kürzere Öffnungszeiten bei der „Bütt“ und eine Erhöhung der Eintrittspreise für richtig erachtet wurden (37,6 Prozent). Bei der Wirtschaftsförderung waren 44 Prozent der Meinung, dass dort „sehr gut“ gespart werden könne, ebenso wie beim Bürgerhaus (42 Prozent), weniger Einsparpotenzial sahen die meisten der Befragten allerdings bei der Pflege der Grünflächen sowie der Straßenunterhaltung. Die Ergebnisse sollen als Meinungsbild mit in die Haushaltsberatungen einfließen.



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