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„World Business Dialogue“

„Die nächste Krise kommt“

Von Karin Billanitsch, 17.03.10, 18:27h

Anlässlich des „World Business Dialogue“ veranstaltete die Kölner Universität eine Podiumsrunde. Hochkarätige Gäste aus dem Wirtschaftssektor diskutierten die Rolle von Politik und Wirtschaft in Krisenzeiten.

Bundesbank-Präsident Axel Webe
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Bundesbank-Präsident Axel Weber diskutiert auf dem "World Business Dialogue" an der Universität zu Köln. (Bild: Jose Poblete/OFW)
Bundesbank-Präsident Axel Webe
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Bundesbank-Präsident Axel Weber diskutiert auf dem "World Business Dialogue" an der Universität zu Köln. (Bild: Jose Poblete/OFW)
KÖLN – Die Krise fordert - doch was genau? Der Auftakt des 13. „World Business Dialogue“ an der Kölner Universität steht unter der Prämisse, dass die Krise Wirtschaft und Politik gewaltige Anstrengungen abverlangt. Doch wie wird die Welt nach der Krise aussehen? Einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen ist genauso wenig möglich wie ein kompletter Neubeginn, formuliert sinngemäß Bundesbankpräsident Axel Weber als Teilnehmer einer hochkarätig besetzte Podiumsrunde. Unter anderem nehmen Fred Irwin von der Citigroup Global Markets Deutschland und Hugh Sullivan von der Bank of America Merril Lynch teil. Weber, Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) und früher viele Jahre Professor an der Kölner Universität, machte deutlich, dass er ein komplettes Eigenhandelsverbot für Banken für unnötig hält. Man könne die riskanteren Aktivitäten einer Bank zwar von anderen trennen, doch müsse hierzu der Eigenhandel als solcher nicht verboten werden, so Weber.

Die beste Lösung zur Reduzierung von Risiken kenne er nicht, sagte Fred Irwin, aber „die Krise wird vorübergehen - und die nächste Krise kommt unausweichlich“. Dafür müsse man sich rüsten. Angesprochen auf die Lehren, die man aus der Krise ziehen könnte, gab er den Zuhörern den Rat, sich in ihrem Leben eigene Ziele zu setzen und versuchen, Träume zu verwirklichen. „Wer scheitert, soll wieder aufstehen - das ist die wahre Botschaft jeder Krise.“

Zu der Frage, ob höhere Inflationsraten helfen könnten, die Folgen der Krise schneller zu überwinden, bekräftigte Axel Weber seine Position, dass durch höhere Inflation kein größerer Handlungsspielraum für Notenbanken entstünde. Er betonte auch die soziale Dimension des Themas. Inflationsgefahr verunsichere die Menschen.

Heute widmet sich der Kongress einem nicht weniger wichtigen Thema: Nachhaltigkeit. Unter anderem spricht Muhammad Yunus, Gründer der Mikrokreditbank Grameen und Friedensnobelpreisträger per Videobotschaft zu den Teilnehmern. In Diskussionsrunden soll etwa der Frage nachgegangen werden, ob unendliches Wachstum in einer endlichen Welt überhaupt realisierbar ist.

www.world-business-dialogue.de



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