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Telekom

Mehr Umsatz mit mobilem Internet

Von Friedemann Siering, 17.03.10, 21:50h

Die Deutsche Telekom setzt zukünftig unter anderem mehr auf mobiles Internet. Konzernchef René Obermann hofft so bis 2015 rund 13 Milliarden Umsatz zusätzlich zu erwirtschaften. Die Telekom kämpft immer mehr mit Einbußen in traditionellen Sektoren.

René Obermann
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René Obermann erläutert die Strategie der Telekom. (Bild: dpa)
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René Obermann erläutert die Strategie der Telekom. (Bild: dpa)
BONN – Im klassischen Kerngeschäft rund um das Telefon gerät die Deutsche Telekom seit Jahren immer mehr unter Druck. Der Ex-Monopolist leidet im Festnetz unter einer anhaltenden Abwanderung von Kunden. Im Mobilfunkbereich gibt es zudem wegen einer Marktsättigung in einer Reihe von Ländern einen harten Preiskampf. Daher ist Unternehmenschef René Obermann darauf angewiesen, auf neuen Geschäftsfeldern den Konzern voranzubringen.

Vor Investoren erläuterte Obermann am Mittwoch in Bonn seine Strategie, wie er bis 2015 in verschiedenen Wachstumsfeldern rund 13 Milliarden Umsatz zusätzlich erlösen will. Besonders starke Impulse erwartet er vom mobilen Internet: Hier soll der Umsatz binnen fünf Jahren auf rund zehn Milliarden Euro steigern - zuletzt waren es vier Milliarden. Als Wachstumstreiber sieht Obermann auch den Bereich „Connected Home“ (schnelle DSL- und Glasfaser-Leitungen, hochauflösendes TV). Bei IT-Dienstleistungen für Geschäftskunden erhofft sich die Telekom einen Umsatzsprung von sechs auf acht Milliarden. Hier setzt Obermann insbesondere auf „Cloud Computing“ (Speicherung von Daten und Programmen auf externen Rechnern). Die Internetangebote des Konzerns (dazu zählen derzeit Musik- und Software-Plattformen oder Anzeigen-Portale wie Scout 24) sollen ausgebaut werden, auch über Zukäufe. Und voranbringen will die Telekom auch den Bereich „Intelligente Netzlösungen“ Hier geht es unter anderem um neuartige Stromzähler oder um Unterhaltungsangebote fürs Auto.

Laut Obermann will die Telekom bis zum Jahr 2012 die bereinigte Kapitalrendite von zuletzt sechs auf acht Prozent erhöhen. In Deutschland sollen in den kommenden drei Jahren zehn Milliarden Euro investiert werden. Auf dem Heimatmarkt werde der Umsatz in den nächsten Jahren stagnieren, so Obermann, vom Jahr 2012 an aber wieder zulegen.



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