Von Thomas Kröter, 18.03.10, 21:42h, aktualisiert 13.04.10, 11:52h
Einiges spricht dafür, dass die Urheber der Fama in München sitzen. Horst Seehofer und Co. möchten offenbar nicht auf die FDP als Buhmann verzichten. Denn sie wissen: Werden die Liberalen friedlich(er), haben die Bayern allein den schwarzen Peter des Störenfrieds. Aber gleich nach den ersten Entspannungssignalen umzufallen - diesen Eindruck kann sich Guido Westerwelle nicht leisten.
Die Angelegenheit zeigt noch einmal, welcher politische Irrwitz es war, dass die Koalition sich nach dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz ein Handlungsverbot bis zur NRW-Wahl auferlegt hat. So kam keineswegs Ruhe ins Geschäft. Im Gegenteil. Das Geschwätz nahm überhand. Sei kurzem versucht man zu retten, was zu retten ist. Vorbild: Philipp Rößler. Der Gesundheitsminister gibt sich alle Mühe, sein besonders gefährliches Terrain von politischen Minen zu säubern. Die CDU macht mit. Nur der CSU passt der Kurs nicht.
Leidtragende ist ausgerechnet diejenige, der man helfen wollte: die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf. Sie wird in das Berliner Hickhack hinein gezogen. Jürgen Rüttgers' Ruf nach Klarheit wird so zum Ausweis seiner Hilflosigkeit.
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