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Hollywood

Oscar kommt, der Mann geht

Von Rita Neubauer, 20.03.10, 01:24h, aktualisiert 20.03.10, 09:07h

Das Aus für Bullock und James kommt nur wenige Tage, nachdem die Trennung von Kate Winslet und Sam Mendes bekannt wurde. Ihre Ehe galt als besonders glücklich. Ist der Oscar Schuld? Eine Theorie legt das nahe.

Bullock
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Sandra Bullock mit ihrem Noch-Ehemann Jesse James(Bild: dpa)
Bullock
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Sandra Bullock mit ihrem Noch-Ehemann Jesse James(Bild: dpa)
Hilary Swank
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Hilary Swank (Bild: dpa)
Roberts
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Julia Roberts (Bild: rtr)
Hilary Swank
Roberts
LOS ANGELES - Es ist eine verrückte Theorie: Zerstört der Oscar Schauspielerinnen-Ehen? Nach Kate Winslet und zuvor Julia Roberts, Hilary Swank und Halle Berry trennt sich nun auch die gerade erst ausgezeichnete Sandra Bullock von ihrem Mann. Michelle „Bombshell" McGee soll die Ehe von Sandra Bullock und Jesse James zerstört haben. Das Tattoo-Model hatte angeblich über mehrere Wochen eine Liebschaft mit James, einem Tätowierer und passionierten Motorrad-Schrauber mit eigener Fernsehsendung - zur gleichen Zeit, als Bullock für das Oscar-prämierte Football-Drama „The Blind Side“ vor der Kamera stand.

Das Aus für Bullock und James kommt nur wenige Tage, nachdem die bereits vor Monaten vollzogene Trennung von Kate Winslet und Ehemann Sam Mendes bekannt wurde. Führten sie doch über sieben Jahre eine Ehe, die als besonders glücklich galt.

Ist der Oscar Schuld? Lastet ein „Best-Actress"-Fluch auf der Statuette? Seit Jahren wird darüber spekuliert.

Erklärungen dafür gibt es viele. Vielleicht werden die Männer mit dem Riesenerfolg ihrer Frauen einfach nicht fertig - insbesondere wenn sie selbst in wesentlich niedrigeren Klassen spielen. Oder liegt es vielleicht einfach daran, dass die umworbenen Frauen selbst ihr Prioritäten neu ordnen - und das irgendwann zum Partnerwechsel führt?

Die Häufung der Post-Oscar-Trennungen ist jedenfalls auffällig. So nahm im März 2001 die US-Schauspielerin Julia Roberts den kleinen goldenen Mann als beste Hauptdarstellerin für „Erin Brockovich" entgegen und dankte mit Tränen in den Augen ihrem langjährigen Lebensgefährten Benjamin Bratt. Drei Monate später schmiss sie die Beziehung hin. Ein Jahr später wurde Halle Berry für ihre Rolle in „Monster's Ball" mit dem Oscar ausgezeichnet. Ihren damaligen Mann Eric Benét nannte sie in ihrer Dankesrede die „Freude meines Lebens". Zwei Jahre später hatte die Freude ein Ende. Hilary Swank entging dem „Fluch" beim ersten Oscar 2000 für „Boys don't cry", doch nicht 2005, als sie für „Million Dollar Baby" ausgezeichnet wurde. Sie ersetzte wenig später ihren Mann Chad Lowe durch ihren Agenten John Campisi.

2006 ehrte die Akademie Reese Witherspoon mit einem Oscar für „Walk the Line". Ein Jahr später gingen auch sie und ihr Mann Ryan Phillippe getrennte Wege. Als Charlize Theron ihren Oscar für „Monster" nach Hause trug, war der Schauspieler Stuart Townsend ihr Begleiter. Auch er ist Geschichte.

Kurz: In den vergangenen 13 Jahren entkamen nur zwei Preisträgerinnen dem Fluch: Helen Mirren ist noch immer mit dem Regisseur Taylor Hackford verheiratet. Auch die Französin Marion Cotillard erfreut sich weiterhin der Liebe von Guillaume Canet.

Was die Bullock-James-Ehe betrifft, so kommen dort die Turbulenzen überraschend. Gerade noch hatte die deutschstämmige Schauspielerin bei der Verleihung der Verleihung der Golden Globes überschwenglich ihrem Jesse für dessen Unterstützung gedankt:: „Es ist keine Überraschung, dass meine Arbeit besser geworden ist, als ich dich getroffen habe“, sagte sie. Und auch bei der Oscar-Verleihung dankte sie ihrem Mann - ihm standen Tränen in den Augen. Wohl Tränen der Reue, wie sich jetzt herausstellt. Die 45-Jährige soll angeblich bereits aus dem gemeinsamen Haus in Kalifornien ausgezogen sein und sagte ihre Auftritte bei der Filmpremiere in Berlin und London nächste Woche ab.

James entschuldigte sich am Donnerstag. Er habe seiner Frau und seinen Kindern - er hat drei aus zwei früheren Ehen - „unbegreifliche Schmerzen" zugefügt und verdiene „alles Schlechte". „Nur eine Person hat an dieser ganzen Sache schuld, und das bin ich", so James. Die meisten der Vorwürfe seien jedoch falsch und unbegründet. Er hoffe, dass seine Familie ihm eines Tages verzeihen könne.



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