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Islamkonferenz

Heftiger Streit im Koordinierungsrat

Erstellt 20.03.10, 09:28h, aktualisiert 20.03.10, 15:20h

Bekir Alboga von der Ditib und Muslim-Zentralratchef Ayyub Axel Köhler liegen im Clinch. Köhler hatte die Medien über die Absage des Koordinierungsrats-Treffens informiert - ohne Abstimmung mit Alboga, dem derzeitigen Sprecher des Gremiums.

Islamkonferenz Köln
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Die Vorsitzenden der Muslimverbände um Koordinierungsrat-Sprecher Bekir Alboga (5. v. l.) tagen in Köln. (Bild: dpa)
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Die Vorsitzenden der Muslimverbände um Koordinierungsrat-Sprecher Bekir Alboga (5. v. l.) tagen in Köln. (Bild: dpa)
KÖLN - Unter islamischen Verbänden ist ein heftiger Streit ausgebrochen. Der Dialogbeauftragte der Türkisch-Islamischen Union (Ditib), Bekir Alboga, rügte den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (ZMD), Ayyub Axel Köhler, scharf. „Es ist sehr fragwürdig und erstaunlich, dass Herr Köhler die Rolle des Sprechers übernimmt“, sagte Alboga dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe).

Hintergrund ist das geplatzte Treffen des Koordinierungsrates der Muslime (KRM) am Freitag, dessen turnusmäßiger Sprecher Alboga ist. Bei der Zusammenkunft wollten die vier Verbände, die sich im KRM zusammengeschlossen haben, ursprünglich eine gemeinsame Erklärung abgeben, ob und wie sie an der Deutschen Islamkonferenz teilnehmen werden.

Gemeinsame Erklärung in weiter Ferne

Köhler hatte die Medien jedoch bereits am Donnerstag über die Absage informiert, was offensichtlich nicht mit Alboga abgesprochen war. Zudem gab Köhler Ditib indirekt die Schuld an der Verzögerung. Eine gemeinsame Erklärung des KRM ist nun auf unbestimmte Zeit verschoben.

Neben Ditib und dem ZMD sind im KRM der Verein der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) sowie der Islamrat organisiert, der schon im Vorfeld von Bundesinnenminister Thomas de Maizière von der Islamkonferenz ausgeladen worden war. Grund hierfür ist, dass die islamistische Organisation Milli Görüs, gegen die derzeit ermittelt wird, Mitglied im Islamrat ist. (ksta)



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