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Benefizkonzert

Celloklänge als Macht des Guten

Von Kirsten Boldt, 21.03.10, 21:21h, aktualisiert 21.03.10, 22:17h

Der Cellist Thomas Beckmann spielte in Maria im Kapitol zugunsten seiner Obdachlosenhilfsaktion „Gemeinsam gegen Kälte“. Rund 7000 Euro brachte das Benefizkonzert mit Solo-Werken von Johann Sebastian Bach ein.

Thomas Beckmann
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Mit seinem Cello-Spiel faszinierte Thomas Beckmann in Maria im Kapitol. (Bild: Grönert)
Thomas Beckmann
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Mit seinem Cello-Spiel faszinierte Thomas Beckmann in Maria im Kapitol. (Bild: Grönert)
Köln - Thomas Beckmann spielt Cello in der Kirche Maria im Kapitol - allein schon diese Ankündigung übte enorme Anziehungskraft auf viele Musikfreunde aus. Dieses Konzert hatte für die 550 Zuhörer jedoch noch etwas Besonderes: der berühmte Cellist nahm keine Gage, sondern gab die Eintrittsgelder komplett in die 1993 von ihm gegründete bundesweite Obdachlosenhilfsaktion „Gemeinsam gegen Kälte“. Jedes Jahr lockt er mit Celloklängen für den guten Zweck. Seit Mitte Januar tourt er durch 47 Städte in ganz Deutschland, Köln war sechstletzte Station.

Mehr als 100 Projekte werden aus dem Aktionstopf unterstützt. Rund 7000 Euro beträgt der Erlös des Kölner Konzertes. Er wird dem Sozialdienst Katholischer Männer zukommen. Sie wollen sich verstärkt um Wohnungslose kümmern. „Wir planen ein Streetworker-Projekt“, sagte Werner Just vom SKM.

Beckmann protestiert auch gegen die Zerstörung sozialer Strukturen

Nicht nur gegen die Kälte des Winters spiele Beckmann an, würdigte Caritasdirektor Franz Decker in seinen Begrüßungsworten das Engagement des Star-Musikers: „Auch gegen soziale Kälte.“ Decker sprach von einem „Schreckenshaushalt“, der im Oktober auf die Stadt zukomme. Da würden soziale Strukturen zerstört werden: „Die freien Träger müssen ihre Ausgaben um fast 20 Prozent reduzieren.“ Denn sie müssten nicht nur geplante Kürzungen in Höhe von 12,5 Prozent verkraften, sondern auch Tarifsteigerungen der letzten Jahre nachzahlen. Decker rief das Publikum auf, sich mit der Bewegung „Kölner gestalten Zukunft“ zu solidarisieren.

Mit internationalen Liedern und Gospelsongs stimmte der muntere Mitarbeiterchor des SKM dann die Zuhörer auf Beckmanns wunderbare Klangkünste ein. „Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung“, sagte der Musiker, holte den Bogen aus zum Präludium aus der 1. Suite von Johann Sebastian Bach und faszinierte mit Bachs Suite Nr. 3, die als Gipfel der Cello-Literatur gilt. Das Publikum genoss es.



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