Von Frank-Uwe Orbons, 22.03.10, 17:37h
Und die Anstrengung hat sich gelohnt. Das Publikum setzte sich vor allem aus kleinen Kindern mit ihren jungen Eltern zusammen. Das Kuriose dabei: Mehr als die Hälfte der Mitwirkenden Musiker des Blasorchester sind selbst noch Jugendliche, die insbesondere die Register von Querflöten, Klarinetten und Saxophonen verstärkten. Die farbenfrohe, mit Luftballons und Stofftieren geschmückte Bühne passte zum Inhalt der Stücke, die ausschließlich Geschichten aus dem Tierreich erzählten. Zumal man zusätzlich bewegte Bilder auf die Rückwand projizierte und man so Walt Disneys „König der Löwen“ als waschechte Filmmusik erleben konnte.
Das Potpourri, hervorragend unter der Leitung von Martin Kirchharz dargeboten, kann in letzter Zeit als Aushängeschild des Orchesters bezeichnet werden, denn es steht bei den Hauptkonzerten immer wieder auf dem Programm. Thomas Krauses Musik zu „Pegasus - die Legende vom Pferd mit Flügeln“ reihte sich da qualitativ ein.
Camille Saint-Saëns „Karneval der Tiere“ gehört zu den beliebtesten pädagogischen Musikstücken. Grundschullehrer Bernd Esser, der als Moderator Erzähler und Zirkusdompteur in einem war, sprach Loriots witzige Textfassung zu der Bearbeitung für großes Blasorchester. Dabei war fast kein Unterschied zwischen dem gemeinsam musizierenden Jugendorchester und dem Großen Orchester auszumachen.
Das Ausprobieren von Instrumenten und eine Instrumentenberatung für Anfänger im Anschluss an das Konzert können bei den Musikfreunden bereits zum Standardprogramm gezählt werden, zu dem noch die Werbetour durch die Wesselinger Grundschulen hinzukommt.
Wenn ein Kleinkind „Super“ in die Runde ruft, dann hat man wohl alles richtig gemacht. Samt Zugabe. Die war dann Paulchen Panther gewidmet. Und Leiter Martin Kirchharz dirigierte mit rosarotem Schwanz am schwarzen Jackett.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige