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Kommentar zur Bahnkreuzung

Kein Geld, keine Tunnel

Von Peter Berger, 24.03.10, 21:03h, aktualisiert 24.03.10, 21:04h

Der Streit um die Nord-Süd-Stadtbahn zieht sich mittlerweile über zwei Jahre. Jetzt folgt das, was am Ubierring schon lange klappt: eine Ampelschaltung. Es kommt zu dieser simplen Lösung, weil das Geld für einen Tunnel fehlt.

Rheinuferstraße
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Die Baustelle an der Rheinuferstraße. (Bild: Bause)
Rheinuferstraße
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Die Baustelle an der Rheinuferstraße. (Bild: Bause)
Die unendliche Geschichte um den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn ist um ein Kapitel reicher. Im mehr als zwei Jahre schwelenden Streit kommt plötzlich eine Lösung auf den Tisch, die so simpel erscheint, dass sich jeder unwillkürlich fragt: Warum nicht gleich so? Plötzlich kann die starre Ampelschaltung aufgeweicht werden, plötzlich lässt der Kurvenradius gar keine Geschwindigkeiten zu, die lange Rotphasen nach sich ziehen müssen. Sprich: Wir machen es an der Südbrücke so, wie es am Ubierring seit Jahren funktioniert.

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Denn erstens steht noch gar nicht fest, ob der Bauerntrick funktioniert. Und zweitens bleibt die Frage: Was passiert, wenn die neue Stadtbahn in einem dichteren Takt fahren wird. Also hat sich vom Grundsatz her nichts geändert: Der Tunnel ist die beste Lösung.

Was sich geändert hat, ist die Einschätzung des Oberbürgermeisters, der offenbar erkannt hat. Wir können uns den Tunnel schlicht und ergreifend nicht leisten. Wir haben die 50 Millionen Euro einfach nicht und es sieht auch nicht danach aus, dass sie in absehbarer Zeit vom Himmel fallen werden. Das, mit Verlaub, hätte er auch schon im Dezember sagen können. Wer kein Geld hat, kann keinen Tunnel bauen. Das dürfte jeder nachvollziehen können. Und die Kölner werden sich darauf einstellen müssen, dass dies nicht die letzte schmerzliche Nachricht dieser Art sein dürfte.



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