Von Tim Stinauer, 30.01.10, 17:17h, aktualisiert 31.01.10, 18:17h
Der Bergisch-Gladbacher war gegen 14.30 Uhr mit seiner Lebensgefährtin auf einem Spazierweg in Höhe einer Fußgängerbrücke an der Neusser Landstraße unterwegs. Plötzlich lief die Dogge auf den teilweise zugefrorenen See und brach auf der zwei Zentimeter dünnen Eisdecke ein.
Ihr Besitzer eilte hinzu, auch seine schwangere Freundin (23) wollte dem Hund helfen. Sie stand bereits bis zur Hüfte im Wasser, hätte dann aber erkannt, wie gefährlich die Situation war und sich in Sicherheit gebracht, berichtete Feuerwehreinsatzleiter Peter Hartl.
Spaziergänger sahen, wie ihr Freund im Eis einbrach und ins Wasser stürzte. Er geriet offenbar unter die Eisdecke und trieb ein Stück ab. Mehrere Zeugen riefen die Feuerwehr.
Aus der Innenstadtwache an der Agrippastraße brach ein Taucherteam zum See auf. Aus Fühlingen kamen Rettungsschwimmer der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Boot, Einsatzkräfte der Wache Chorweiler rüsteten während der Anfahrt einen Feuerwehrmann mit einem Rettungsschwimmeranzug aus. Auch die DLRG schickte ein auf Eisrettung spezialisiertes Team zum Fühlinger See. Eine Spaziergängerin lotste die Retter zu der Unglücksstelle. Zwei Hubschrauber suchten aus der Luft nach dem Vermissten. Währenddessen kümmerten sich Rettungskräfte am Ufer um seine unterkühlte und geschockte Lebensgefährtin.
An einer Leine gesichert stieg ein Feuerwehrmann in das Gewässer. „Wegen der schlechten Sicht unter Wasser konnte er allerdings keine Person finden“, berichtete Hartl. Den Hund zogen Einsatzkräfte lebend aus dem Wasser. Ein Feuerwehrmann stürzte auf dem schneeglatten Untergrund und verletzte sich an der Hand. Erst einem Taucher gelang es schließlich, den Körper des 25-Jährigen zu ertasten. Er lag auf dem Grund des Sees in etwa vier Metern Tiefe, ungefähr drei Meter neben der Einbruchstelle. „Wir müssen davon ausgehen, dass der Mann etwa 40 Minuten ohne Sauerstoff unter Wasser gelegen hat“, sagte Hartl.
In einem Rettungswagen starteten die Helfer mit ersten Wiederbelebungsversuchen. Anschließend trugen sie den 25-Jährigen in einen Hubschrauber und flogen ihn in ein Krankenhaus. Auch während des Fluges setzten sie die Reanimation fort.
„Trotz der nahezu reibungslosen Rettungskette starb der Patient wenige Stunden später im Krankenhaus“, berichtete Einsatzleiter Hartl. Die Freundin des Toten wurde von einem Notfallseelsorger betreut.
seelische Grausamkeit!
03.02.2010 | 13.40 Uhr | sonnysonnenschein
Mag sein, daß ein Hund ein Hund ist und ein Mensch ein Mensch ist, aber wer gibt uns das Recht zu glauben, daß wir besser und wertvoller sind als ein…
tragisch
01.02.2010 | 20.58 Uhr | Leser0815
Der Mann hat im Affekt eine Entscheidung getroffen, die sich leider im Nachhinein als falsch herausstellt. Hätte er den Hund gerettet und hätte er…
Mensch voller Liebe
01.02.2010 | 17.58 Uhr | SandyJ
Ich denke in so einer Situation würde jeder Tierbesitzer seinem Tier helfen wollen. Hinterher können alle immer schlau sagen, es war falsch. Aber…
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