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Chemiekonzern

Lanxess investiert in Krefeld

Von Willi Feldgen, 01.02.10, 14:35h, aktualisiert 02.02.10, 20:52h

Optimistisch schaut Lanxess in die Zukunft: Das Jahr 2010 werde „deutlich besser“ ausfallen als 2009, sagte Konzernchef Axel Heitmann. Trotz Krise baut der Konzern eine neue Anlage in Krefeld.

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Lanxess-Chef Axel Heitmann. (Bild: dpa)
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Lanxess-Chef Axel Heitmann. (Bild: dpa)
KÖLN - Die Lanxess AG in Leverkusen baut trotz Wirtschaftskrise eine neue Anlage in Deutschland. 18 Millionen Euro werden in Krefeld-Uerdingen in eine Formalin-Produktion investiert. Der bisher zugekaufte Rohstoff wird von Lanxess für die Lackindustrie weiterverarbeitet: „In vielen anderen Unternehmen herrscht noch Krisenstimmung, wir gehen mutig voran“, sagte Lanxess-Chef Axel Heitmann bei der Vorstellung der Pläne in Köln.

„Dies ist ein weiteres wichtiges Zeichen für den Wirtschaftsstandort Deutschland und ein klares Bekenntnis zu unserem Niederrhein-Werk in Krefeld“, ergänzte Lanxess-Arbeitsdirektor Rainier von Roessel. Baubeginn soll im Herbst sein, die Inbetriebnahme ist für Ende 2011 geplant.

Ob dann auch die Wirtschaftskrise überstanden ist, darauf wollte sich Heitmann nicht festlegen. Zwar sei Asien (insbesondere China) schon wieder auf Vorkrisenniveau, das Wachstum dort reiche aber nicht aus, den schweren Konjunktureinbruch in Europa auszugleichen. Dieser Prozess werde mehrere Jahre dauern, und es werde dabei noch Rückschläge geben, sagte Heitmann. Lanxess sei aber krisenerfahren und gut genug aufgestellt, um solche Probleme zu meistern.

Der Umzug der Unternehmenszentrale von Leverkusen nach Köln sei nicht aufgehoben, versicherte der Konzernchef. Allerdings werde man frühestens Ende dieses Jahres darüber entscheiden, wann er stattfinden soll. Der Stadt Köln bescheinigte Heitmann eine hervorragende Wirtschaftsförderung. Er habe Wirtschaftsdezernent Walter-Borjans dafür gedankt, dass die Stadt das ins Auge gefasste Bau-Grundstück am Deutzer Bahnhof bis jetzt für Lanxess reserviert habe. Man habe Verständnis, wenn dies nun nicht länger möglich wäre. Ob das Grundstück am Deutzer Bahnhof überhaupt noch erste Wahl ist oder etwa das alte Lufthansa-Hochhaus nach Sanierung in Frage käme - dazu wollte Heitmann nichts sagen.

Fünf Jahre nach der Erstnotiz von Lanxess an der Frankfurter Börse am 31. Januar 2005 macht die Lanxess AG den Mitarbeitern zum Jubiläum ein Geschenk. Die rund 14 600 Beschäftigten in Deutschland erhalten ein Lanxess-Aktienpaket im Wert von etwa einem Prozent des Jahresgehalts geschenkt. Das Unternehmen übernehme alle anfallenden Gebühren, Steuern und Sozialabgaben, sagte Heitmann. Die Mitarbeiter erhalten damit einen kleinen Ausgleich für den auf inzwischen drei Jahre vereinbarten Verzicht auf rund zehn Prozent des Gehalts. .



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