Erstellt 02.02.10, 12:05h, aktualisiert 02.02.10, 14:26h
Bei der Aufnahme von "We Are the World" wirkten Künstler vom 83 Jahre alten Tony Bennett bis zum 15-jährigen Teeniestar Justin Bieber mit. Unter den Musikern waren auch die beiden "Beach Boys" Brian Wilson und Al Jardine, Grammy-Gewinner Zac Brown, Keith Urban, Pink, Jeff Bridges, Usher, Toni Braxton, Snoop Dogg und Natalie Cole.
Produzent Quincy Jones kündigte an, dass der Gewinn in Hilfen für das vom Erdbeben zerstörte Haiti fließen soll. 1985 hatte der von Lionel Richie und Michael Jackson geschriebene und von Jones produzierte Song mehr als 50 Millionen Dollar für einen Afrika-Hilfsfonds eingebracht. Die Aufnahme am Montag fand in dem selben Studio in Los Angeles statt, wo vor 25 Jahren Dutzende Pop- und Rockstars vor dem Mikrofon standen, darunter Diana Ross, Billy Joel, Ray Charles, Bob Dylan, Tina Turner und Stevie Wonder.
Die neue Single soll erstmals am 12. Februar während der Olympia-Eröffnungsfeier beim US-Sender NBC zu hören sein. Die Jubiläumsplatte war schon seit Monaten in Planung. Ursprünglich sollte der Erlös erneut Hilfsprogrammen in Afrika zufließen, doch nach dem verheerenden Beben in Haiti disponierten die Veranstalter um.
Noch 19 US-Schiffe im Einsatz
Luftwaffengeneral Douglas Fraser begründete den Abzug einiger Schiffe am Montag in Miami (US-Bundesstaat Florida) mit dem Hinweis, die USA hätten auch ohne den Flugzeugträger "USS Carl Vinson", den Lenkwaffenkreuzer "USS Bunker Hill" und das Forschungsschiff "USNS Henson" genug Kapazitäten für ihren Hilfseinsatz. Insgesamt seien weiterhin 19 US-Schiffe im Einsatz, sagte der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte für die Karibik, Mittel- und Südamerika (Southcom).
Auf dem Weg nach Haiti sind laut Fraser sieben zusätzliche Schiffe. Zehn Hubschrauber des Flugzeugträgers blieben im Einsatz. Sie sollen auf andere US-Kriegsschiffe vor der Küste Haitis stationiert werden. Die 19 Helikopter der "Carl Vinson" hätten seit der Ankunft des Flugzeugträgers 435 Patienten ausgeflogen.
Vor weiteren Beben gewarnt
Ein französischer Wissenschaftler warnte die Regierung in Haiti vor einem möglichen weiteren Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 5,5. "Niemand sollte sich in falscher Sicherheit wiegen", sagte Eric Calais am Montag (Ortszeit) dem haitianischen Sender RFM. Es sei dringend nötig, die beschädigten Häuser von Experten prüfen zu lassen, sagte der Geophysiker von der Universität Purdue im US-Staat Indiana. Häuser, die beim letzten Beben (Stärke 7) nur Risse abbekommen hätten, könnten bei einem Nachbeben leicht einstürzen.
Bei dem Erdbeben am 12. Januar kamen schätzungsweise 180 000 Menschen ums Leben, darunter auch Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Mindestens 92 Beschäftigte starben durch die Naturkatastrophe, sieben werden noch vermisst, wie der Chef der UN-Mission Edmond Mulet in Port-au-Prince mitteilte. Das Hauptquartier der UN-Mission war völlig zerstört werden. Die seit 2004 in Haiti stationierte UN-Mission MINUSTAH hat etwa 7000 Soldaten, um das Land zu stabilisieren. (dpa)
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