Erstellt 02.02.10, 13:20h, aktualisiert 04.02.10, 14:24h
An den Flughäfen gab es zunächst keine Verspätungen oder Flugausfälle. Im Laufe des Tages wird es nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi aber zu Behinderungen kommen. In Köln/Bonn und Düsseldorf traten am Morgen jeweils rund 150 Beschäftigte in den Ausstand, in Köln begeleitet von Karnevalsmusik. Neben Flughäfen und Nahverkehr sollen auch Müllabfuhr, Stadtwerke, Kitas, Seniorenheime, Theater und Arbeitsagenturen im Land betroffen sein.
Verdi-Chef Frank Bsirske will in Dortmund auf einer Kundgebung sprechen. Zum Auftakt der Warnstreiks warf er den Arbeitgebern "Hinhaltetaktik" vor. "Gedanklich haben sie sich schon in die Schlichtung verabschiedet", sagte er am Morgen vor mehreren Dutzend warnstreikenden Beschäftigten der Stuttgarter Straßenbahnen AG. Er hoffe aber weiterhin auf ein Ergebnis am Verhandlungstisch.
Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Sie fordern fünf Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter von Bund und Kommunen. Die Arbeitgeber halten die Forderung für viel zu hoch. Am Montag war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen worden.
In Köln betroffen sind die KVB, bei denen laut Verdi-Bezirkschef Peter Densborn bis 6.30 Uhr „kein Rad rollte“. Von den Bussen sei jeder dritte gefahren, weil ein Drittel von privaten Busunternehmern betrieben werde. Seit halb sieben fahren nach Auskunft der KVB die Busse und Bahnen wieder aus den Depots. Bis der Fahrplan wieder vollkommen ausgefüllt wird, dauerte es allerdings einige Zeit. Seit zehn Uhr verkehren nach Auskunft der KVB wieder alle Linien im Takt. Die Busse konnten den Fahrplan schon früher wieder aufnehmen.
Auch betroffen: die Stadtverwaltung, die Köln-Bäder, Köln-Tourismus, die städtischen Bühnen, die Rhein-Energie AG, das Städtische Klinikum, das Studentenwerk, die Bundesbehörden, die Arbeitsagentur und den Landschaftsverband Rheinland (LVR).
ksta.tv: Warnstreiks im öffentlichen Dienst
Am Mittwoch hatte es bereits erste Protestaktionen an verschiedenen kommunalen Krankenhäusern gegeben. Laut Verdi traten mehr als Tausend Angestellte an über 20 Kliniken in den Warnstreik, darunter Pflegepersonal und Küchenmitarbeiter. Ärzte hatten sich nicht an den Warnstreiks beteiligt. Aktionen gab es unter anderem in Dortmund, Düren, Köln und Aachen. (dpa,ksta)
Warnstreik: KVB fährt erst ab 6.30 Uhr
Öffentlicher Dienst: Warnstreiks laufen an
Extra: Weitere aktuelle Infos zur KVB
Gier! Gier! Gier! - Wo man auch hinsieht.
07.02.2010 | 18.53 Uhr | Arno Dübel
Es ist unfassbar, dass die Gier offenbar ALLE Bereiche der Gesellschaft durchzieht. Wo man auch hinschaut: von ganz oben (Ackermann) bis ganz unten…
gezeter
04.02.2010 | 10.00 Uhr | frandan
ich kann das Gezeter und Streiken auch nicht mehr haben. Mit welcher Berechtigung jedes jahr 5% mehr Lohn?!?! 2,5 % mehr Lohn macht halt immer noch…
Was hat die KVB...
04.02.2010 | 09.36 Uhr | Bendix
...eigentlich zu streiken? Die sollen erstmal dafür sorgen, dass unsere Stadt nicht zusammenbricht. Das man so kurz nach dem absoluten Versagen die…
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