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DSL-Ärger

Auf der Daten-Kriechspur

Von Karin M. Erdtmann, 04.02.10, 09:40h, aktualisiert 04.02.10, 09:42h

Die Initiative "DSL für Oberodenthal" wirft der Gemeinde vor, die Bürger falsch informiert zu haben. Keinesfalls scheint sicher zu sein, dass auch Busch und Landwehr an die DSL-Versorgung angeschlossen werden.

DSL-Verbindung
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In Oberodenthal gibt es Ärger mit der DSL-Verbindung. (Bild: dpa)
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In Oberodenthal gibt es Ärger mit der DSL-Verbindung. (Bild: dpa)
Odenthal - Noch liegt die erste Leitung nicht im Boden, da schwelt schon der Ärger über die DSL-Versorgung rund um Neschen. "Busch bleibt hinterm Busch" wettert die Initiative "DSL für Oberodenthal" und wirft der Gemeinde vor, die Bürger falsch informiert zu haben. Verwaltung und Telekom hätten betont, dass auch der Anschluss von Busch und Landwehr gesichert sei. Nun habe man jedoch herausgefunden, dass die Telekom genau dies aus wirtschaftlichen Gründen ablehne.

Weil bereits Rufe nach einem Boykott laut geworden seien, hat die Initiative einen Infoabend organisiert: Donnerstag, 18. Februar, um 20 Uhr in der Gaststätte Leed in Neschen. Obwohl mit Buch und Landwehr nur zwei Ortslagen betroffen sind, seien alle DSL-Interessenten zur Solidarität aufgerufen, sagt Andreas Nürrenberg vom Vorstand der Initiative, "da wir nun nicht mehr auf die Aussagen von Gemeinde und Telekom vertrauen können". Da sei auch nicht absehbar, "welche Überraschungen uns noch erwarten". Mit der CDU-Fraktion habe man zudem einen Antrag an den Rat formuliert, der am Dienstag, 9. Februar, ab 17 Uhr im Forum des Schulzentrums tagt.

Für Bürgermeister Wolfgang Roeske ist die Aufregung der Initiative "ein Sturm im Wasserglas". Die Verwaltung sei nach wie vor in Verhandlungen mit der Telekom, um in dem Gebiet eine Vollversorgung zu erreichen. Ende November habe der Netzbetreiber erklärt, Busch und Landwehr nicht anschließen zu wollen, weil allein der dafür benötigte Umsetzer rund 30 000 Euro koste. Betroffen sind davon laut Telekom-Berechnungen etwa 30 Nutzer. "Wir haben die Bürger nicht falsch informiert, weil wir noch gar keine Informationen herausgegeben haben, da wir nach wie vor in Verhandlungen sind", erklärt Roeske. Die Gemeinde sei bestrebt und zuversichtlich, auch eine Lösung für Busch und Landwehr zu erreichen, ein Gebiet, in dem Roeske mehr als doppelt so viele potenzielle Nutzer sieht wie die Telekom. Dafür werde nun ein "Interessensbekundungsverfahren" eingeleitet.



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