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GutenMorgenKöln

In zwei Tagen um die Welt

Von Mona Briese, 08.02.10, 08:25h, aktualisiert 08.02.10, 08:47h

Überall stehen kleine Hütten. Über die Gänge sind Wäscheleinen gespannt. Palmen wiegen sich im warmen Licht. Ich fühle mich wie auf einem arabischen Markt - mitten in Köln, auf dem Djoser Reisemarkt. „Guten Morgen Köln“ träumt sich mal weg.

Reisemarkt
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Fernweh bei Guten Morgen Köln: Der Reisemarkt (Bild: Worring)
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Fernweh bei Guten Morgen Köln: Der Reisemarkt (Bild: Worring)
Mülheim - Ich habe ein Krankheit: Fernweh. Ich gehe jeden Tag arbeiten, komme nach Hause, treffe Freunde, trinke, esse und schlafe. Natürlich macht mir mein Alltag Spaß, aber möchte nicht jeder einmal dem alltäglichen Wahnsinn entfliehen? Einmal etwas anderes sehen, etwas anderes riechen, neues entdecken, neue Menschen kennenlernen?

Manchmal verliere ich mich dann in Tagträumen. Ich träume mich an andere Orte oder denke an vergangene Reisen zurück. London, New York, San Francisco, Paris - alles Sädte in denen ich schon einmal war. Städtereisen sind wohl ziemlich typisch. Dabei geht es doch auch ganz anders. Wie wär es denn beispielsweisemit 14 Tagen in die Antarktis? Ich fliege nach Buenos Aires, steige da auf ein Schiff und ab geht es in die ewige Kälte.

Auch wenn es den meisten Kölnern langsam reicht mit dem Schnee, muss ich zugeben ,dass mir Schnee und Eis durchaus gefallen. Wir können uns ja nicht jahrelang beschweren, dass es bei uns nie richtig schneit und dann haben wir mal Schnee und dann freut sich doch niemand.

Und wenn auch mir dann mal zu kalt ist in der Antarktis, fliege ich einfach nach Afrika. Da ist es schön warm. Zwei Wochen durch den Süden Afrikas touren und in schicken Hotels unterkommen wäre toll. Aber ein bisschen Abenteuer muss ja auch hier sein. Zelten in der Wüste wäre auch noch eine Idee. Oder durch die Wälder von Australien touren. Ich habe zwar schreckliche Angst vor Spinnen, aber vielleicht rettet mich ja ein netter Australier vor den Untieren.

Ich habe am Wochenende schon eine kleine Weltreise gemacht. In zwei Tagen um die Welt. Und das alles in Köln-Mülheim, im Palladium. Hier fand am Wochenende der Djoser Reisemarkt statt. Als ich die Halle betrete, habe ich das Gefühl nach 10 Stunden Flug in einer anderen Welt angekommen zu sein. Das letzte Mal war ich wegen eines Konzerts hier. Wie sehr sich diese Halle verändert hat.

Überall stehen kleine Hütten. Über die Gänge sind Wäscheleinen gespannt. An den Seiten stehen Palmen. Das Licht ist warm. Ich fühle mich wie auf einem arabischen Markt. Doch meine ersten Schritte führen mich nach Afrika. Weiter geht es nach Europa. Frieren in Island oder Finnisch Lappland. Na, da kommen wir von der Kälte her der Antarktis schon etwas näher. Und ein paar Schritte weiter bin ich auch schon im südlichsten Teil der Erde angekommen. Der Südpol.

Es verschlägt mich nach Lateinamerika

Wer dahin reisen möchte, bräuchte jedoch schon die richtige Menge an Kleingeld, erzählt mir die Dame vom Stand. Viele sparen aber auch jahrelang für solch eine Reise, um einmal etwas zu erleben, wovon längst nicht jeder erzählen kann. Es verschlägt mich nach Latein-Amerika: Ecuador, Brasilien, Kuba. Auch besondere Ziele sind auf dem Reisemarkt zu finden. Albanien und Mazedonien neben dem Jemen. Dass der Jemen auch ein beliebtes Reiseziel für normale Touristen und nicht nur für angehende Terroristen ist, wusste ich noch nicht. Man lernt auf dem Djoser Reisemarkt also gleichzeitig noch etwas.

Nach meiner ersten Tour durch die verschiedensten Stände von Afrika bis Asien werde ich von Gitarrenklängen in die Mitte der Halle gezogen. Fünf Mariachis spielen „Guantanamera“ und animieren das Publikum zum Mitsingen. Sie stimmen zwei weitere spanische Lieder an. Die Atmosphäre ist wie im Urlaub. Warmes Licht, fröhliche Menschen, gute Stimmung und die perfekte Urlaubsmusik. Gegen den Hunger bieten Stände griechischen Salat, asiatische Wok-Pfannen und arabisches Essen.

Die Preise sind allerdings an diejenigen der Reisen angepasst. Aber im Urlaub greift man ja auch gerne mal tiefer in die Taschen. Nach meinem Kurzurlaub im Mülheimer Palladium bin ich total entspannt und denke schon daran, wo mein erste Reise mit Djoser mal hingehen wird.



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