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Premier League

Drogba entscheidet Spitzenspiel

Erstellt 08.02.10, 12:29h

Mit einem Doppelpack hat Didier Drogba seinen FC Chelsea zurück an die Tabellenspitze geschossen. Im Londoner Derby gegen den FC Arsenal siegt der Klub von Michael Ballack mit 2:0. Somit ist aus einem Dreikampf um den Titel ein Zweikampf geworden.

Didier Drogba
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Didier Drogba (Bild: Reuters)
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Didier Drogba (Bild: Reuters)
LONDON - Stürmerstar Didier Drogba hat den FC Chelsea im Titelduell mit dem englischen Fußball-Meister Manchester United wieder vom Jäger zum Gejagten gemacht. Der Ausnahmeangreifer führte den Klub des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack 24 Stunden nach dem Verlust der Tabellenführung mit einem Doppelpack beim 2:0 (2:0) im Stadtduell gegen den FC Arsenal wieder an die Spitze der Premier League.

Dort haben die Blues mit nunmehr 58 Punkten wieder einen Vorsprung von zwei Zählern auf Manchester, das bereits am Samstag in einem skurrilen Spiel 5:0 gegen den FC Portsmouth gewonnen und dabei von drei Eigentoren des Tabellenschlusslichts profitiert hatte. Drogba erzielte vor 41.794 Zuschauern an der Stamford Bridge seine Saisontreffer 16 und 17 in der 8. bzw. 23. Minute und liegt in der Torjägerliste nun auf dem zweiten Rang hinter Manchesters Wayne Rooney, der gegen Portsmouth zum 21. Mal traf.

Somit ist aus einem Dreikampf um den Titel ein Zweikampf geworden. Der FC Arsenal, der vor Wochenfrist schon ManU mit 1:3 unterlegen war, liegt mit 49 Zählern auf Rang drei. Für Chelsea, für das Ballack von Beginn an bis zur 82. Minute dabei war, endete unterdessen eine turbulente Woche mit einem Ausrufezeichen. Die außereheliche Affäre von Kapitän John Terry, der nicht mehr England-Skipper ist, überlagerte zum Beispiel das magere 1:1 bei Hull City.

Fast aberwitzig war das Spiel in Old Trafford, das an die drei Eigentore von Hannover 96 beim 3:5 in Mönchengladbach erinnerte. ManU-Teammanager Alex Ferguson war es letztlich egal, wer bei den Toren zuletzt am Ball war. Er schrieb die Fehltritte von Antony Vanden Borre (45.), Richard Hughes (59.) und Marc Wilson (69.) dem großen Druck zu, den sein Team nach der Führung durch Rooney (40.) entfacht hatte.

"Es hat eine Weile gedauert, bis wir das erste Tor erzielt haben. Aber wir haben viel Druck gemacht, hatten viel Ballbesitz und waren geduldig genug", sagte Ferguson, räumte aber zumindest ein, dass das 2:0 ein wenig glücklich gewesen sei: "Dieses Tor hat dann das Spiel für uns geöffnet, und in der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt." Der fünfte ManU-Treffer ging auf das Konto von Dimitar Berbatow.

Stolz war Ferguson aber nicht nur auf den Sieg, sondern vor allem auf seinen Abwehrchef Rio Ferdinand, der als Kapitän der englischen Nationalmannschaft die Nachfolge des abgesetzten Chelsea-Verteidigers Terry antritt. "Wir freuen uns für ihn, und es ist großartig für Manchester United, dass einer unserer Spieler Kapitän seines Landes ist", sagte Ferguson: "Über die Jahre hatten wir Gary Neville, Bobby Charlton und Bryan Robson, und darauf sind wir sehr stolz."

Dirk Kuyt bescherte dem FC Liverpool im Merseyside-Derby unterdessen gegen den FC Everton einen Prestige-Erfolg. Der niederländische Nationalspieler entschied das emotional aufgeladene Stadtduell mit seinem Tor in der 55. Minute zum 1:0 und beförderte die Reds auf den vierten Tabellenplatz.

Die Partie zwischen Stoke City und den Blackburn Rovers (3:0) wurde vom Tod eines Fans überschattet. Der 30 Jahre alte Anhänger der Rovers war kurz nach der Pause mit einer Kopfverletzung ohne Bewusstsein auf der Tribüne gefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Aussage eines Polizeisprechers ist der Mann in der Nacht zum Sonntag im Universitätskrankenhaus in North Staffordshire verstorben. (sid)



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