Erstellt 08.02.10, 15:23h, aktualisiert 08.02.10, 15:29h
Leicht rückläufig war 2009 auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen Verletzten. Sie sank gegenüber 2008 um 1,7 Prozent oder 1700 Personen auf 78 365. Die Zahl der Verkehrsunfälle blieb dabei mit rund 560 000 weitgehend unverändert gegenüber den Vorjahren. Seit 2005 ging damit in NRW die Zahl der Verkehrstoten um mehr als ein Viertel und die der Verletzten um 5,5 Prozent zurück.
Mit 35 Verkehrstoten je 1000 Einwohner war NRW auch 2009 das Flächenland mit den wenigsten Verkehrstoten - obwohl es mit 2200 Autobahnkilometern und 27 400 Kilometern Landstraße das bundesweit dichteste und meistbefahrene Straßenverkehrsnetz hat. Den anhaltenden Rückgang führte Innenminister Ingo Wolf (FDP) vor allem auf immer sicherere Fahrzeuge, gute Straßen sowie Kontrollen und Informationskampagnen der Polizei - wie beispielsweise den Sicherheitsgurtappell mit Schalke-04-Torwart Manuel Neuer - zurück.
"Unsere Strategien gegen die Hauptursachen von tödlichen Unfällen wie überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen am Steuer sowie Nichtanschnallen wirken", sagte Wolf. Ziel der Polizei sei es, die Zahl der Verkehrstoten bis 2015 gegenüber 2005 zu halbieren. Mit dem jetzt erreichten Etappenziel sei das zu schaffen.
Neue Tiefststände gab es 2009 auch bei den Zahlen der im Straßenverkehr getöteten Kinder und tödlich verunglückten jungen Fahrer. So starben im Vorjahr 15 Kinder bei Verkehrsunfällen - 2005 waren es noch doppelt so viele. Verletzt wurden 298 (minus vier Prozent) Bei den 18- bis 24-Jährigen gab es 110 Verkehrstote - vier weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Verletzten ging hier dagegen leicht um 0,6 Prozent auf 14 167 nach oben.
Zufrieden zeigt sich die Polizei auch über die stetig sinkende Zahl der im Verkehr verunglückten Senioren. Obwohl inzwischen ein Fünftel der Verkehrsteilnehmer 65 Jahre und älter sei, liege deren Verunglücktenanteil bei nur 11,4 Prozent, so das Ministerium. Und starben 1970 noch 960 Senioren im Straßenverkehr, konnte diese Zahl 2009 auf 198 gesenkt werden.
Mit der Anti-Raser-Kampagne "Komm gut an! Sieger rasen nicht!" macht die Polizei seit Jahresanfang auf die Gefahren zu schnellen Fahrens aufmerksam. Nach wie vor ist Rasen die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle. "Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf NRW-Straßen ist Opfer von zu hoher und nicht angepasster Geschwindigkeit", merkte Wolf an. Die Kampagne wird von der Fecht-Weltmeisterin Britta Heidemann unterstützt. Sie wirbt auf Veranstaltungen und Broschüren für Besonnenheit im Straßenverkehr. (ddp)
Wieder eine seltsame Statistik ...
09.02.2010 | 09.50 Uhr | Quatschkopf68
... am Beispiel des Rhein-Erft-Kreises: Wo sind denn die fehlenden Verkehrstoten geblieben? Wenn man als aufmerksamer Zeitungsleser die Anzahl der…
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