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Arbeitsmarkt

Türkischer Name ist ein Nachteil

Erstellt 08.02.10, 16:20h

Viele deutsche Arbeitgeber trauen Bewerbern offenbar nur aufgrund ihres Namens weniger zu. Das zeigt eine Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit. Bewerber mit türkischen Namen erhielten weniger positive Antworten – bei gleicher Qualifikation.

Halil Altintop
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Er hat keine Namensprobleme: Halil Altintop. (Bild: ddp)
Halil Altintop
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Er hat keine Namensprobleme: Halil Altintop. (Bild: ddp)
BONN - Bewerber mit türkischen Namen werden einer Studie zufolge auf dem deutschen Arbeitsmarkt benachteiligt. Das ist das Ergebnis einer am Montag vorgestellten Untersuchung, die beim Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn erschienen ist. Forscher der Universität Konstanz hatten rund 1000 Bewerbungen auf Praktikumsstellen für Wirtschaftsstudenten verschickt und ihnen per Zufall einen Namen eindeutig deutscher oder türkischer Herkunft zugeordnet. Ergebnis: Die Bewerber mit türkischen Namen erhielten 14 Prozent weniger positive Antworten. In kleineren Unternehmen war die Chance auf ein Vorstellungsgespräch sogar um 24 Prozent geringer.

Die fiktiven Bewerber hatten den Angaben zufolge vergleichbare Qualifikationen, und es handelte sich ausnahmslos um deutsche Staatsbürger mit Deutsch als Muttersprache. "Die Studie zeigt, dass Arbeitgeber im Bereich der betrieblichen Personalplanung noch einiges hinzulernen müssen", sagte ein IZA-Sprecher. "Das Potenzial von Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund wird nicht genügend ausgeschöpft."

Dennoch stehe Deutschland im internationalen Vergleich noch einigermaßen gut da. Ähnliche Studien belegten für Länder wie die USA, Großbritannien oder Schweden eine noch größere Benachteiligung ethnischer Minderheiten. (dpa)



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