Schriftgröße

DFB-Streit

Rummenigge übt scharfe Kritik

Erstellt 09.02.10, 12:42h, aktualisiert 09.02.10, 12:43h

Die gescheiterte Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw sorgt weiter für hohe Wellen. Karl-Heinz Rummenigge wirft dem DFB gravierende Fehler vor, aber auch Manager Oliver Bierhoff bekommt sein Fett weg.

Karl-Heinz Rummenigge
Bild vergrößern
Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (Bild: dpa)
Karl-Heinz Rummenigge
Bild verkleinern
Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (Bild: dpa)
MÜNCHEN - Karl-Heinz Rummenigge hat die Vorgehensweise des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Rahmen der angestrebten Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw scharf kritisiert. "Der DFB hat gravierende Fehler gemacht - den größten, indem man Vertragsinhalte nach außen gebracht hat", sagte der Vorstands-Boss des deutschen Rekordmeisters Bayern München in der Sendung Blickpunkt Sport des Bayrischen Fernsehens, und fügte hinzu: "Der DFB hat da offenbar ein Maulwurfproblem."

Zudem bezweifelte Rummenigge, dass Aufschieben die richtige Strategie zur Entspannung der Lage sei. "Beide Seiten sind gut beraten, sich schnell und fair an einen Tisch zu setzen. Das kann man nicht aussitzen, das muss gelöst werden", forderte der 54-Jährige eine Lösung noch vor der WM in Südafrika. Andernfalls werde das Problem bei jedem Länderspiel neue Unruhe bringen.

Bundestrainer Löw hatte in den letzten Tagen jedoch mehrmals betont, dass eine vorzeitige Verlängerung seines nach der WM aulaufenden Vertrags für ihn nicht mehr infrage komme. "Ich bin immer noch stark verärgert und habe unserem Präsidenten mitgeteilt, dass ich keine Gespräche mehr führen werde", hatte Löw verkündet.

Er wolle sich "ab jetzt zu 100 Prozent auf die WM" konzentrieren. Rummenigge riet dem DFB dennoch "dringend, mit Jogi Löw eine Lösung zu finden", und unterstrich seine Wertschätzung für den 50-Jährigen: "Dieser Mann verdient Respekt, dass man ihm kein Ultimatum stellt und einen vernünftigen Vertrag vorlegt."

Rummenigge verwehrte sich zudem dagegen, in Manager Oliver Bierhoff den Alleinschuldigen für die athmosphärischen Störungen zu suchen. "Wenn man populistisch ist, könnte man es so sehen, aber das wäre zu kurz gesprungen", sagte der Bayern-Boss, der eigentlich nicht als Freund von Bierhoff gilt und diesen einst als "Ich-AG vom Starnberger See" bezeichnet hat.

Allerdings räumte Rummenigge ein, dass Bierhoff mit seiner Forderung nach einem Veto-Recht bei der Auswahl potentiell folgender Bundestrainer einen "Riesenfehler" gemacht und den DFB damit unnötig unter Druck gesetzt habe. "Das war nicht akzeptabel", stellte er klar, "aber ich glaube, dass er bereit ist, davon zurückzutreten." (sid)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Bundesliga Liveticker


Bildergalerie


Quiz


Aktion


Hintergrund


Hintergrund




Regionalsport AKTUELL


Top-Links (Anzeige)



Dienste