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Umfrage

Kindererziehung bleibt Frauensache

Erstellt 09.02.10, 15:05h, aktualisiert 09.02.10, 15:06h

Die Rollen sind verteilt: Frauen erziehen die Kinder, Männer gehen arbeiten, wie nun eine Umfrage erneut bestätigt. Immerhin: Bei fast einem Drittel der Befragten übernehmen beide Elternteile Erziehungsaufgaben - aber nur notgedrungen.

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Kindererziehung bleibt in erster Linie Aufgabe der Mütter. (Bild: Jupiter)
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Kindererziehung bleibt in erster Linie Aufgabe der Mütter. (Bild: Jupiter)
Kindererziehung ist laut einer aktuellen Studie immer noch überwiegend Frauensache. In 62 Prozent der Familien mit zwei Eltern wird der Nachwuchs in erster Linie von der Mutter versorgt, heißt es in einer nun veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Magazin „Men's Health". Zwar teilen sich bei 28 Prozent der Befragten beide Elternteile die Kindererziehung, weil sowohl Vater als auch Mutter berufstätig sind. Doch dass sich der Vater um die Kinder kümmert, während die Partnerin arbeiten geht, ist mit 4 Prozent weiterhin die große Ausnahme. An der Umfrage beteiligten sich 501 Väter.

Etwa die Hälfte der Väter gab an, dass sie ihre berufliche Karriere gerne zugunsten der Kindererziehung zurückstellen würden, doch nur 18 Prozent setzen diesen Vorsatz laut Umfrage in die Tat um. Für fast jeden dritten Vater käme ein Verzicht auf die Karriere dagegen keinesfalls in Frage. Um genügend Zeit mit dem Nachwuchs verbringen zu können, nutzen die Väter der Studie zufolge verschiedene Möglichkeiten: 65 Prozent sind rechtzeitig zu Hause, um noch Zeit für die Kinder zu haben. Bei fast jedem dritten Vater gibt es einen regelmäßigen "Papa-Tag" am Wochenende, bei 12 Prozent eigene "Vater-Kind-Tage" in der Woche. 7 Prozent der Befragten sehen keine Möglichkeit, mehr Freiräume für das Familienleben zu schaffen.

Rund 36 Prozent der Väter fühlen sich manchmal damit überfordert, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die größte Veränderung empfinden 82 Prozent der Befragten darin, für die Familie eigene Bedürfnisse zurückstellen zu müssen. Für jeden zweiten Vater bedeutet es eine gravierende Veränderung, nicht mehr durch- oder ausschlafen zu können. Ebenso viele Befragte vermissen am meisten die Zweisamkeit mit ihrer Partnerin. Rund einem Viertel fehlt die Zeit für Männerabende mit Freunden und fast ebenso viele vermissen regelmäßigen Sex mit ihrer Partnerin. Vergleichsweise geringe 6 Prozent der befragten Männer sehnen sich laut Umfrage in ihr Leben ohne Kind zurück. (kna)



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